Standardbrowser in Ubuntu festlegen

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  1. Über die grafische Benutzeroberfläche (GNOME-Einstellungen)
  2. Mittels des Befehlszeilentools update-alternatives
  3. Desktop-Dateien und die Umgebungsvariablen
  4. Fazit

Unter Ubuntu gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Standardbrowser festzulegen. Dies beeinflusst, welcher Browser geöffnet wird, wenn Sie beispielsweise auf einen Link in einer E-Mail oder einer Anwendung klicken. Die Vorgehensweise kann dabei je nach installierter Ubuntu-Version und Desktop-Umgebung leicht variieren. Im Folgenden werden die gängigsten Methoden erläutert.

Über die grafische Benutzeroberfläche (GNOME-Einstellungen)

Wenn Sie Ubuntu mit der GNOME-Desktopumgebung verwenden, können Sie den Standardbrowser über die Systemeinstellungen ändern. Öffnen Sie dazu die Einstellungen und navigieren Sie zu Standardanwendungen. Dort finden Sie die Option Web oder Webbrowser. Hier können Sie aus der Liste der installierten Browser den gewünschten als Standard festlegen. Diese Änderung sorgt dafür, dass alle Anwendungen in GNOME den von Ihnen ausgewählten Browser standardmäßig verwenden.

Mittels des Befehlszeilentools update-alternatives

Für Nutzer, die lieber im Terminal arbeiten, bietet Ubuntu das Werkzeug update-alternatives an, um standardmäßige Anwendungen zu verwalten. Öffnen Sie ein Terminal und geben Sie den folgenden Befehl ein:

sudo update-alternatives --config x-www-browser

Nachdem Sie diesen Befehl ausgeführt haben, listet das System alle registrierten Webbrowser auf und zeigt, welcher derzeit als Standard gesetzt ist. Sie können durch Eingabe der entsprechenden Zahl den gewünschten Browser auswählen und somit als Standard definieren.

Alternativ können Sie auch den Befehl xdg-settings verwenden:

xdg-settings set default-web-browser firefox.desktop

Ersetzen Sie firefox.desktop durch die passende Desktop-Datei des gewünschten Browsers, z.B. chrome.desktop oder brave-browser.desktop. Dieser Befehl konfiguriert den Standardbrowser systemweit für xdg-kompatible Anwendungen.

Desktop-Dateien und die Umgebungsvariablen

Ein Linux-Desktop verwendet sogenannte Desktop-Dateien (mit der Endung .desktop), um Anwendungsinformationen, darunter auch die Zuweisung als Standardprogramm, zu verwalten. Diese Dateien befinden sich meist unter /usr/share/applications/ oder im Benutzerverzeichnis ~/.local/share/applications/. Im Falle von Problemen kann es helfen, die korrekte Desktop-Datei des Browsers zu überprüfen oder anzupassen. Besonders bei älteren Versionen oder alternativen Desktop-Umgebungen wie KDE oder XFCE können unterschiedliche Mechanismen für das Standardprogramm gelten.

Fazit

Das Festlegen des Standardbrowsers in Ubuntu ist sowohl über die grafische Oberfläche als auch über die Kommandozeile möglich. Für die meisten Nutzer ist der Weg über die Systemeinstellungen unter GNOME am einfachsten und intuitivsten. Fortgeschrittene Nutzer und solche, die mehr Kontrolle wünschen, können die Terminalbefehle update-alternatives und xdg-settings nutzen, um den Standardbrowser gezielt anzupassen. Wichtig ist, dass der gewünschte Browser zuvor auf dem System installiert ist, damit er in den Auswahlmöglichkeiten erscheint.

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