Wie viel Blut wird für eine einzelne Messung benötigt?

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Die Menge an Blut, die für eine Messung benötigt wird, hängt extrem stark davon ab, was genau gemessen werden soll.

Hier sind die gängigsten Kategorien:

1. Blutzuckermessung (Selbsttest)

Für die tägliche Kontrolle bei Diabetes benötigt man heutzutage nur noch winzige Mengen.

  • Menge: ca. 0,3 bis 1,0 Mikroliter (µl).
  • Vergleich: Das ist ein winziger Tropfen, kaum größer als ein Stecknadelkopf.

2. Ärztliche Laboruntersuchung (Venenblut)

Wenn Ihnen beim Arzt Blut aus der Armbeuge entnommen wird, landet es in verschiedenen Röhrchen (Monovetten).

  • Menge pro Röhrchen: Meist 2 ml bis 10 ml.
  • Gesamtmenge: Je nachdem, wie viele Werte bestimmt werden (z. B. Kleines Blutbild, Leberwerte, Entzündungswerte), werden meist 1 bis 3 Röhrchen abgenommen, also insgesamt etwa 5 ml bis 20 ml.
  • Info: Aus einem einzigen 5-ml-Röhrchen kann ein Labor oft 20 bis 30 verschiedene Einzelwerte bestimmen.

3. Schnelltests in der Apotheke oder beim Arzt (Kapillarblut)

Für Tests wie CRP (Entzündung), Cholesterin oder Langzeitzucker (HbA1c) reicht oft ein Pieks in den Finger.

  • Menge: ca. 10 bis 50 Mikroliter (µl).
  • Vergleich: Etwa 1 bis 2 dicke Tropfen Blut.

4. Neugeborenen-Screening

Bei Babys werden oft nur ein paar Tropfen Blut auf eine Filterpapierkarte gegeben („Fersentest“).

  • Menge: Wenige Tropfen, die ausreichen, um etwa 5 Kreise auf einem Papier zu füllen.

Zusammenfassung

  • Minimal: 0,0003 ml (Blutzucker)
  • Standard-Labor: 5–10 ml (Blutbild)
  • Maximal: 500 ml (bei einer Blutspende, das ist aber keine „Messung“ im diagnostischen Sinne).

Hintergrund: Dank moderner Analysetechnik benötigen Labore heute immer weniger Material. Ein Großteil des Blutes in den Röhrchen wird gar nicht „verbraucht“, sondern dient als Reserve, falls ein Test wiederholt werden muss.