Wie muss eine FFP2-Maske sitzen, damit sie ihre volle Schutzwirkung entfaltet?

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Damit eine FFP2-Maske ihre volle Filterleistung erbringen kann, ist die Dichtigkeit das entscheidende Kriterium. Wenn Luft an den Rändern vorbeiströmt (Leckage), sinkt die Schutzwirkung drastisch.

Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den korrekten Sitz:

1. Vorbereitung

  • Hände waschen: Bevor Sie die Maske anfassen, sollten die Hände sauber sein.
  • Prüfen: Kontrollieren Sie die Maske auf Risse, Verschmutzungen oder defekte Haltebänder.

2. Das Aufsetzen

  • Positionierung: Öffnen Sie die Maske und legen Sie sie über Kinn, Mund und Nase.
  • Bänder fixieren: Ziehen Sie die Schlaufen hinter die Ohren (bei Ohrschlaufen-Masken) oder führen Sie die Bänder hinter den Kopf (bei Kopfband-Masken). Kopfband-Masken bieten oft einen dichteren Sitz.

3. Der Nasenbügel (Der wichtigste Schritt)

  • Beidhändig anpassen: Drücken Sie den Metallbügel mit den Fingerspitzen beider Hände gleichzeitig fest an die Nasenflügel und das Gesicht an.
  • Wichtig: Drücken Sie den Bügel nicht mit nur zwei Fingern einer Hand zusammen (wie eine Klammer). Dadurch entsteht oft eine spitze Form (ein „V“), durch die oben an der Nase Luft entweichen kann. Der Bügel muss die Rundung Ihres Gesichts exakt nachformen.

4. Die Dichtheitsprüfung (Fit-Check)

  • Umschließen Sie die Maske vorsichtig mit beiden Händen (ohne sie zu stark zu verschieben).
  • Ausatmen: Atmen Sie kräftig aus. Wenn Luft an den Seiten oder bei den Augen (Brille beschlägt) entweicht, sitzt die Maske nicht dicht.
  • Einatmen: Atmen Sie tief ein. Die Maske sollte sich leicht zusammenziehen (ansaugen). Wenn das passiert, ist sie weitgehend dicht.

5. Das Problem mit dem Bart

  • Glattrasiert ist Pflicht: FFP2-Masken können nur auf glatter Haut richtig abdichten. Schon ein Dreitagebart oder ein kurzer Stoppelbart hebt die Maske leicht an. Durch diese mikroskopischen Lücken strömt die Luft ungefiltert ein und aus. Für vollen Schutz ist eine Rasur im Bereich der Dichtlinie notwendig.

Zusätzliche Tipps für den optimalen Sitz:

  • Brillenträger: Setzen Sie zuerst die Maske auf, passen Sie den Nasenbügel an und setzen Sie dann die Brille darüber. Die Brille kann zusätzlich helfen, den oberen Rand der Maske zu fixieren.
  • Maskenhalter/Clips: Wenn die Maske zu locker sitzt (z. B. bei kleinen Gesichtern), können Sie die Ohrschlaufen mit einem Clip am Hinterkopf verbinden. Das erhöht den Anpressdruck.
  • Nicht anfassen: Während des Tragens die Maske nicht vorne berühren (Kontaminationsgefahr). Zum Absetzen nur die Schlaufen verwenden.

Fazit: Eine FFP2-Maske schützt nur dann gut, wenn der gesamte Atemstrom durch das Filtervlies geht und nicht an den Rändern vorbeizieht. Wenn Sie beim Atmen spüren, dass die Maske sich mitbewegt, ist das ein gutes Zeichen für einen korrekten Sitz.