Woran erkennt man eine zertifizierte und geprüfte FFP2-Maske?
Um sicherzustellen, dass eine FFP2-Maske tatsächlich die erforderliche Schutzwirkung bietet, muss sie ein offizielles Prüfverfahren durchlaufen haben. Eine zertifizierte Maske erkennen Sie an folgenden fünf Hauptmerkmalen, die direkt auf der Maske aufgedruckt sein müssen:
1. Das CE-Kennzeichen mit vierstelliger Nummer
Das wichtigste Merkmal ist das CE-Zeichen, gefolgt von einer vierstelligen Kennnummer (z. B. CE 2163, CE 2834, CE 0121).
- Die vier Ziffern stehen für die „Benannte Stelle“ (das Prüfinstitut), welche die Qualität und die Produktion der Maske überwacht.
- Achtung: Ein CE-Zeichen ohne Nummer ist bei FFP2-Masken nicht zulässig und deutet auf eine Fälschung oder eine ungeprüfte Maske hin.
2. Die Angabe der EU-Norm
Auf der Maske muss die europäische Prüfnorm stehen:
- EN 149:2001+A1:2009
- Diese Norm legt die Anforderungen an filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel fest.
3. Die Schutzklasse
Die Schutzklasse muss deutlich aufgedruckt sein:
- FFP2 (oder bei höherem Schutz FFP3).
4. Herstellername oder Marke
Der Name des Herstellers, eine eingetragene Marke oder ein eindeutiges Identifikationskürzel muss auf der Maske vorhanden sein.
5. Modellnummer oder Typbezeichnung
Zusätzlich muss eine eindeutige Artikelnummer oder Modellbezeichnung des Herstellers aufgedruckt sein, um die Maske dem entsprechenden Zertifikat zuordnen zu können.
Weitere Merkmale (Verpackung und Zubehör)
Neben dem Aufdruck auf der Maske gibt es weitere Indizien für die Echtheit:
- Zusatzbezeichnungen: Hinter "FFP2" steht oft ein Kürzel:
- NR (non reusable): Einmalmaske (für eine Schicht von ca. 8 Stunden).
- R (reusable): Wiederverwendbar.
- D: Hat den Dolomitstaub-Test bestanden (besonders atmungsaktiv bei hoher Staubbelastung).
- Gebrauchsanweisung: Jeder Packung muss eine verständliche Anleitung in deutscher Sprache beiliegen.
- Haltbarkeitsdatum: Auf der Verpackung muss ein Verfallsdatum angegeben sein.
Wie kann man die Echtheit prüfen?
Wenn Sie unsicher sind, können Sie die vierstellige Nummer am CE-Zeichen in der NANDO-Datenbank der EU-Kommission überprüfen. Dort ist aufgelistet, welches Prüfinstitut hinter der Nummer steckt und ob dieses überhaupt berechtigt ist, Atemschutzmasken (Personal Protective Equipment) zu prüfen.
Zusammenfassend sollte auf einer echten Maske also etwa Folgendes stehen:
Beispiel-Markenname FFP2 NR EN 149:2001+A1:2009 CE 2163 (beispielhafte Nummer)
Vorsicht bei: Masken, die nur ein CE-Zeichen ohne Nummer haben, oder Bezeichnungen wie „KN95“ oder „N95“. Diese entsprechen dem chinesischen bzw. US-amerikanischen Standard und sind in der EU nur mit einer zusätzlichen Sonderzulassung oder einer nachträglichen Prüfung durch eine EU-Stelle als FFP2-Ersatz sicher.