Wie gesund sind die in Margarine enthaltenen ungesättigten Fettsäuren?

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Die Frage, wie gesund die ungesättigten Fettsäuren in der Margarine sind, lässt sich grundsätzlich positiv beantworten – allerdings mit ein paar wichtigen Details zur Qualität und Zusammensetzung.

Hier ist eine Analyse der gesundheitlichen Aspekte:

1. Das Herz-Kreislauf-System (Der größte Vorteil)

Ungesättigte Fettsäuren (einfach und mehrfach ungesättigt) gelten als Herz-gesund. Im Gegensatz zu gesättigten Fettsäuren (die vermehrt in Butter oder Schmalz vorkommen):

  • Senken sie den LDL-Cholesterinspiegel: Das „schlechte“ Cholesterin wird reduziert, was das Risiko für Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und Herzinfarkte senkt.
  • Verbessern sie die Fließeigenschaften des Blutes: Sie halten die Gefäße elastisch.

2. Omega-3 vs. Omega-6 (Das Mischverhältnis zählt)

Margarine besteht meist aus Pflanzenölen. Hier kommt es darauf an, welches Öl verwendet wurde:

  • Omega-6-Fettsäuren (z. B. aus Sonnenblumenöl): Diese sind zwar ungesättigt und senken das Cholesterin, wirken aber in zu hohen Mengen potenziell entzündungsfördernd. Viele preiswerte Margarinen basieren stark auf Sonnenblumenöl.
  • Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Rapsöl oder Leinöl): Diese sind besonders wertvoll, da sie entzündungshemmend wirken und gut für das Gehirn und Herz sind.
  • Fazit: Eine Margarine auf Rapsöl-Basis ist gesundheitlich wertvoller als eine reine Sonnenblumenöl-Margarine, da das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 bei Rapsöl optimaler ist.

3. Das Ende der Transfettsäuren

Früher hatte Margarine einen schlechten Ruf, weil bei der chemischen Härtung von flüssigem Öl zu festem Fett Transfettsäuren entstanden. Diese sind extrem ungesund, da sie das Herzinfarktrisiko massiv erhöhen.

  • Heute: Durch moderne Herstellungsverfahren (Umesterung statt Teilhärtung) enthalten fast alle gängigen Margarinen in Europa heute weniger als 1 % Transfettsäuren und gelten diesbezüglich als unbedenklich.

4. Margarine vs. Butter

In der Ernährungswissenschaft gibt es dazu ein klares Bild bezüglich der Fettsäuren:

  • Margarine hat das bessere Fettsäureprofil (mehr ungesättigte Fette).
  • Butter ist ein Naturprodukt, enthält aber viele gesättigte Fettsäuren und Cholesterin. Wer also auf seine Herzgesundheit und seine Cholesterinwerte achten muss, fährt mit einer hochwertigen Pflanzenmargarine meist besser.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Wenn Sie von den gesunden ungesättigten Fettsäuren profitieren wollen, achten Sie auf diese Punkte:

  1. Die Öl-Quelle: Wählen Sie Margarine, die hauptsächlich aus Rapsöl, Olivenöl oder Leinöl besteht. Vermeiden Sie Produkte, die primär auf billigem Palmöl oder nur Sonnenblumenöl basieren.
  2. Keine "teilgehärteten Fette": Auch wenn Transfette selten geworden sind, sollte der Begriff „teilgehärtet“ nicht in der Zutatenliste stehen.
  3. Zusatzstoffe: Bio-Margarine ist oft frei von künstlichen Aromen und Farbstoffen, kann aber manchmal einen höheren Anteil an gesättigten Fetten (durch Kokos- oder Palmfett für die Konsistenz) haben.

Zusammenfassung

Die ungesättigten Fettsäuren in Margarine sind sehr gesund, da sie aktiv dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu regulieren und das Herz zu schützen. Am gesündesten ist sie, wenn sie einen hohen Anteil an Rapsöl aufweist und frei von künstlichen Zusätzen ist.