Welche gesundheitlichen Risiken bergen die in Margarine enthaltenen Transfettsäuren?

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Transfettsäuren (TFS), die früher in großen Mengen in Margarine enthalten waren, gelten heute als die gesundheitlich schädlichsten Fette in unserer Ernährung. Obwohl moderne Herstellungsverfahren den Gehalt in Haushaltmargarine stark reduziert haben, ist es wichtig, die Risiken zu kennen.

Hier sind die wichtigsten gesundheitlichen Risiken von Transfettsäuren:

1. Massive Verschlechterung der Cholesterinwerte

Dies ist das bekannteste Risiko. Transfettsäuren wirken doppelt negativ auf den Cholesterinspiegel:

  • Erhöhung des LDL-Cholesterins: Das „schlechte“ Cholesterin steigt an, was den Transport von Fett in die Gefäße fördert.
  • Senkung des HDL-Cholesterins: Das „gute“ Cholesterin, das überschüssiges Fett aus den Gefäßen abtransportiert, wird reduziert.
  • Diese Kombination führt zu einem deutlich erhöhten Risiko für Gefäßverkalkung.

2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Durch die Veränderung der Blutfettwerte begünstigen Transfettsäuren die Entstehung von Arteriosklerose (Gefäßverengung). Dies führt zu:

  • Einem höheren Risiko für Herzinfarkte.
  • Einem gesteigerten Risiko für Schlaganfälle.
  • Chronischem Bluthochdruck aufgrund verengter Arterien.

3. Förderung von Entzündungsprozessen

Studien zeigen, dass ein hoher Konsum von Transfettsäuren Entzündungsmarker im Blut (wie das C-reaktive Protein) ansteigen lässt. Chronische Entzündungen im Körper stehen im Verdacht, an der Entstehung zahlreicher Krankheiten beteiligt zu sein, darunter Rheuma und sogar bestimmte Krebserkrankungen.

4. Risiko für Diabetes Typ 2

Es gibt Hinweise darauf, dass Transfettsäuren die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen beeinträchtigen können. Das bedeutet, dass der Körper schlechter auf das Hormon Insulin reagiert, was den Blutzuckerspiegel steigen lässt und langfristig zu Insulinresistenz und Diabetes Typ 2 führen kann.

5. Beeinträchtigung des Stoffwechsels

Transfettsäuren werden in die Zellmembranen eingebaut und machen diese starrer und weniger durchlässig. Dies kann den Austausch von Nährstoffen und Botenstoffen in den Zellen behindern und den gesamten Stoffwechsel negativ beeinflussen.


Wichtige Entwarnung für moderne Margarine

Es ist wichtig zu unterscheiden zwischen der Margarine von früher und heutigen Produkten:

  1. Früher: Margarine wurde durch „Teilhärtung“ von Pflanzenölen fest gemacht. Dabei entstanden sehr hohe Mengen an Transfettsäuren (bis zu 25 % und mehr).
  2. Heute (EU-Standard): Seit April 2021 gilt in der EU ein gesetzlicher Grenzwert: Industriell hergestellte Transfette dürfen maximal 2 Gramm pro 100 Gramm Fett im Endprodukt ausmachen.
  3. Moderne Verfahren: Die meisten Hersteller nutzen heute die sogenannte „Umesterung“ oder mischen feste Fette (wie Kokosfett) mit flüssigen Ölen, anstatt sie chemisch zu härten. Dadurch ist der Gehalt an Transfettsäuren in herkömmlicher Streichmargarine heute meist verschwindend gering (oft unter 1 %).

Wo lauern die Gefahren heute noch?

Während Streichmargarine heute meist sicher ist, finden sich Transfettsäuren oft noch in:

  • Billigen Backmargarinen (die in der Industrie verwendet werden).
  • Frittierten Produkten (Pommes, Chips).
  • Fertigbackwaren (Blätterteig, Croissants, Kekse).
  • Fertiggerichten und Fast Food.

Tipp: Achten Sie auf der Zutatenliste auf den Begriff „gehärtete Fette“ oder „zusammengefasst: teilweise gehärtet“. Wenn dies weit vorne steht, ist das Risiko für Transfettsäuren hoch. Steht dort „vollständig gehärtet“, entstehen dabei interessanterweise kaum Transfette, sondern gesättigte Fettsäuren.

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