Wie erkennt man zuverlässig, ob die Menstruationstasse im Körper richtig aufgeploppt ist?

Melden

Dass die Menstruationstasse richtig „aufploppt“, ist entscheidend, damit sie dicht hält und ein Vakuum erzeugt. Da man nicht hineinschauen kann, muss man sich auf sein Gefühl und einige bewährte Handgriffe verlassen.

Hier sind die zuverlässigsten Methoden, um den Sitz zu prüfen:

1. Der Tast-Check (Einmal rundherum)

Fahre mit dem Zeigefinger oder Mittelfinger einmal komplett um den Boden der Tasse herum, während sie eingeführt ist.

  • Richtig: Der Boden fühlt sich rund oder oval und prall an.
  • Falsch: Du spürst Dellen, Knicke oder eine flache Stelle. Das bedeutet, dass die Tasse an dieser Stelle noch eingedrückt ist.

2. Der Dreh-Test

Greife die Tasse unten an der Basis (nicht nur am Stiel!) mit Daumen und Zeigefinger und versuche, sie um die eigene Achse zu drehen.

  • Richtig: Die Tasse lässt sich leicht um 360 Grad drehen. Das ist ein fast sicheres Zeichen, dass sie sich komplett entfaltet hat.
  • Falsch: Die Tasse leistet Widerstand oder lässt sich gar nicht drehen. Oft klemmt sie dann noch in einer Falte fest.

3. Der sanfte Zug-Test (Vakuum-Check)

Zieh ganz leicht am Stiel oder am Boden der Tasse nach unten.

  • Richtig: Du spürst einen Widerstand. Die Tasse sitzt fest, da ein Unterdruck (Vakuum) entstanden ist.
  • Falsch: Die Tasse rutscht bei leichtem Zug sofort nach unten. Dann hat sie sich nicht festgesaugt.

4. Das akustische Signal

Manchmal hört oder spürt man ein leichtes „Plopp“-Geräusch oder ein kurzes Gefühl von Ausdehnung direkt nach dem Einführen. Das ist das Idealzeichen, passiert aber nicht immer (je nach Weichheit des Materials).


Was tun, wenn sie nicht aufploppt?

Wenn du eine Delle spürst oder die Tasse sich nicht drehen lässt, helfen diese Tricks:

  • Zusammendrücken: Drücke den Boden der Tasse unten mehrmals leicht zusammen. Das bewegt die Luft im Inneren und kann die Tasse zum Aufspringen bringen.
  • Die Position verändern: Schiebe die Tasse ein Stückchen weiter hoch oder ziehe sie ein kleines Stückchen tiefer. Manchmal blockiert der Muttermund die Öffnung.
  • Beckenboden bewegen: Mache eine leichte Kniebeuge oder spanne die Beckenbodenmuskulatur kurz an und entspanne sie wieder. Das hilft der Tasse, in die richtige Position zu rutschen.
  • Ein bisschen Wasser: Wenn die Tasse zu trocken ist, gleitet sie schlechter auf. Befeuchte sie vor dem Einführen mit kaltem Wasser (das macht das Material auch oft etwas spannkräftiger).
  • Falttechnik wechseln: Wenn der „C-Fold“ (die Tasse halbmondförmig knicken) nicht funktioniert, probiere den „Punch-Down-Fold“ (eine Seite nach innen drücken). Letzterer hat eine kleinere Spitze, entfaltet sich aber oft kraftvoller.

Profi-Tipp: Wenn du unsicher bist, trage in den ersten Zyklen zusätzlich eine Stoffspieleinlage oder Periodenunterwäsche, bis du ein Gefühl für deine Tasse entwickelt hast. Nach 2-3 Perioden hast du den Dreh meist perfekt raus!