Welcher Mahlgrad ist für die Zubereitung von klassischem Filterkaffee ideal?
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Für klassischen Filterkaffee (egal ob mit der Hand gefiltert oder aus der Kaffeemaschine) ist ein mittlerer Mahlgrad ideal.
Hier sind die Details, an denen du dich orientieren kannst:
1. Optischer Vergleich
Der Mahlgrad sollte in etwa der Konsistenz von feinem Tafelsalz oder Kristallzucker entsprechen. Die Partikel sollten deutlich erkennbar sein, aber nicht so grob wie Meersalz.
2. Warum dieser Mahlgrad?
Die Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffeepulver beträgt beim Filterkaffee meist zwischen 2 und 4 Minuten.
- Ist der Kaffee zu fein gemahlen (wie Mehl), fließt das Wasser zu langsam durch. Der Kaffee wird "überextrahiert" und schmeckt bitter.
- Ist der Kaffee zu grob gemahlen, rauscht das Wasser zu schnell hindurch. Der Kaffee wird "unterextrahiert" und schmeckt wässrig oder säuerlich.
3. Feinjustierung nach Geschmack
Jede Mühle und jede Bohne ist anders. Du kannst den Mahlgrad je nach Ergebnis anpassen:
- Der Kaffee schmeckt zu bitter? Mahle beim nächsten Mal etwas gröber.
- Der Kaffee schmeckt zu sauer oder dünn? Mahle beim nächsten Mal etwas feiner.
4. Besonderheiten je nach Filtermethode
- Handfilter (z. B. Hario V60): Hier wählt man oft einen etwas feineren mittleren Mahlgrad, da man den Wasserfluss durch das Aufgießen selbst steuert.
- Klassische Kaffeemaschine: Hier empfiehlt sich ein standardmäßiger mittlerer Mahlgrad, da die Maschine das Wasser oft in Schüben abgibt.
- Chemex: Da das Filterpapier hier dicker ist, verwendet man meist einen etwas gröberen Mahlgrad (ähnlich wie grobes Meersalz), damit die Durchlaufzeit nicht zu lang wird.
Pro-Tipp: Mahle den Kaffee am besten immer frisch direkt vor der Zubereitung. Filterkaffee verliert bereits 15 Minuten nach dem Mahlen einen Großteil seiner Aromen.