Eignet sich kohlensäurehaltiges Mineralwasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung?
Nein, kohlensäurehaltiges Mineralwasser ist nicht für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet.
Hier sind die wichtigsten Gründe dafür:
1. Blähungen und Bauchschmerzen
Die Kohlensäure im Wasser kann bei Säuglingen zu schmerzhaften Blähungen, vermehrtem Aufstoßen und Unwohlsein führen. Das Verdauungssystem eines Babys ist noch sehr empfindlich und kommt mit der Kohlensäure nicht zurecht.
2. Zu hoher Mineralstoffgehalt
Normales Mineralwasser (ob mit oder ohne Kohlensäure) enthält oft Mengen an Mineralstoffen (wie Natrium, Nitrat oder Sulfat), die die noch unreifen Nieren eines Babys belasten können.
Was ist stattdessen geeignet?
Wenn Sie Fläschchen zubereiten, haben Sie zwei sichere Möglichkeiten:
- Leitungswasser (abgekocht): In Deutschland und vielen Teilen Europas hat Leitungswasser eine sehr hohe Qualität. Es sollte jedoch immer frisch aufgekocht werden, um Keime abzutöten, und dann auf die empfohlene Temperatur (meist ca. 40–50 Grad) abkühlen, bevor das Pulver eingerührt wird.
- Wichtig: Wenn Sie in einem Haus mit alten Bleirohren wohnen oder bei ganz neuen Kupferleitungen, sollten Sie das Leitungswasser vorab testen lassen oder auf Flaschenwasser ausweichen.
- Stilles Wasser mit dem Zusatz "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung": Im Supermarkt gibt es spezielles "Babywasser" oder normales stilles Wasser, das dieses Siegel trägt. Diese Wässer sind streng kontrolliert und enthalten besonders wenig Natrium, Nitrat und andere Mineralstoffe.
Zusammenfassend: Verwenden Sie für das Babyfläschchen bitte ausschließlich stilles, mineralstoffarmes Wasser, das explizit für Säuglingsnahrung zugelassen ist, oder abgekochtes Leitungswasser.