Woran erkennt man, ob ein stilles Mineralwasser für die Zubereitung von Babynahrung geeignet ist?
Ob ein stilles Mineralwasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist, lässt sich am einfachsten und sichersten an einem speziellen Hinweis auf dem Etikett erkennen.
Hier sind die Details, worauf Sie achten müssen:
1. Der entscheidende Hinweis auf dem Etikett
Die meisten Hersteller drucken bei Eignung den folgenden Satz (oder eine Variation davon) auf die Flasche: „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“
Dieser Hinweis ist gesetzlich geregelt (in Deutschland durch die Mineral- und Tafelwasserverordnung). Nur wenn das Wasser extrem strenge Grenzwerte einhält, darf dieser Satz auf dem Etikett stehen.
2. Die Grenzwerte (falls kein Hinweis vorhanden ist)
Falls der spezifische Satz fehlt, können Sie die Analysenwerte auf dem Etikett selbst überprüfen. Ein für Babys geeignetes Wasser muss folgende Grenzwerte unterschreiten:
- Natrium: maximal 20 mg/l (Wichtig, um die noch unreifen Nieren nicht zu belasten)
- Nitrat: maximal 10 mg/l (Nitrat kann im Körper zu Nitrit werden, was den Sauerstofftransport im Blut behindern kann)
- Nitrit: maximal 0,02 mg/l
- Sulfat: maximal 240 mg/l (Zu viel Sulfat kann abführend wirken)
- Fluorid: maximal 0,7 mg/l
- Mangan: maximal 0,05 mg/l
- Arsen: maximal 0,005 mg/l
- Uran: maximal 0,002 mg/l (2 Mikrogramm)
3. Warum normales Mineralwasser oft ungeeignet ist
Viele handelsübliche Mineralwässer sind für Erwachsene gesund, weil sie viele Mineralien enthalten. Für die unreifen Nieren eines Babys ist die hohe Konzentration an Mineralstoffen (insbesondere Natrium) jedoch eine große Belastung, da sie diese noch nicht effizient ausscheiden können.
4. Wichtige Tipps zur Handhabung
- Immer "Still": Verwenden Sie für Babynahrung ausschließlich stilles Wasser. Kohlensäure kann Blähungen und Aufstoßen verursachen.
- Frisch öffnen: Einmal geöffnet, ist das Wasser nicht mehr steril. Wenn die Flasche länger als 24 Stunden offen steht, sollte das Wasser vor der Verwendung für das Baby abgekocht werden.
- Lagerung: Geöffnete Flaschen sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden.
- Leitungswasser als Alternative: In Deutschland ist Leitungswasser meist hervorragend geeignet. Es muss jedoch frisch aus der Leitung kommen (laufen lassen, bis es kühl ist) und darf nicht aus Bleileitungen (in sehr alten Häusern) oder ganz neuen Kupferleitungen stammen. Auch bei Leitungswasser empfiehlt es sich, dieses im ersten Halbjahr vorsichtshalber abzukochen.
Zusammenfassend: Suchen Sie auf der Flasche nach dem Siegel oder dem Satz „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“. Das ist der sicherste Weg.