Welche verschiedenen Sorten von Blattsalat gibt es?
Die Welt der Blattsalate ist sehr vielfältig. Man kann sie grob in drei botanische Hauptgruppen einteilen: die Lattichsalate (mild), die Zichoriensalate (eher bitter) und sonstige Blattgemüse/Wildsalate.
Hier ist eine Übersicht der gängigsten Sorten:
1. Lattichsalate (Gartensalate – Lactuca sativa)
Diese Salate enthalten meist weißen Milchsaft und schmecken mild bis leicht herb.
- Kopfsalat: Der Klassiker mit weichen, zarten Blättern. Er schmeckt sehr mild.
- Eisbergsalat: Sehr knackig und fest. Er hält sich im Kühlschrank lange frisch und hat einen eher neutralen Geschmack.
- Batavia: Eine Mischung aus Kopfsalat und Eisbergsalat. Er ist kraus, knackig und meist grün mit rötlichen Rändern.
- Römersalat (Cos-Salat): Bekannt durch den "Caesar Salad". Er hat längliche, feste Blätter mit einer kräftigen Mittelrippe und schmeckt würzig-herb.
- Eichblattsalat: Die Blätter ähneln Eichenlaub. Es gibt ihn in Grün und Rot. Er schmeckt leicht nussig und ist sehr zart.
- Lollo Rosso (rot) & Lollo Bionda (grün): Stark gekrauste Blätter, die auf dem Teller sehr dekorativ aussehen. Sie haben einen angenehm herben Geschmack.
- Pflücksalat / Schnittsalat: Hierbei handelt es sich nicht um eine eigene Sorte, sondern um jung geerntete Blätter verschiedener Salate, die nachwachsen können.
2. Zichoriensalate (Cichorium)
Diese Sorten enthalten Bitterstoffe (Intybin), was sie sehr gesund macht (gut für die Verdauung). Sie sind typische Herbst- und Wintersalate.
- Endivie: Man unterscheidet zwischen der krausen Endivie (Frisée) und der glatten Endivie (Eskariol). Sie sind recht herb und fest.
- Radicchio: Auffällig durch seine violett-weiße Farbe und den runden Kopf. Er ist sehr bitter, passt aber hervorragend zu fruchtigen Dressings.
- Chicorée: Wird im Dunkeln gezogen, weshalb die Blätter bleich sind. Schmeckt knackig und bitter.
- Zuckerhut: Ein länglicher, fester Kopf, der dem Chinakohl ähnelt, aber geschmacklich eher der Endivie nahesteht.
3. Andere Blattgemüse und Wildsalate
Diese Sorten gehören botanisch oft anderen Familien an, werden aber wie Salat verwendet.
- Feldsalat (Ackersalat): Ein typischer Wintersalat mit kleinen, dunkelgrünen Rosetten. Er hat ein intensives, nussiges Aroma.
- Rucola (Rauke): Hat eine scharfe, senfartige Note durch enthaltene Senföle.
- Postelein (Winterportulak): Ein sehr milder, vitaminreicher Wintersalat mit fleischigen kleinen Blättchen.
- Babyspinat: Junge Spinatblätter eignen sich hervorragend als Salatgrundlage.
- Mangold (Baby-Mangold): Die jungen, zarten Blätter können roh im Salat gegessen werden.
- Wildkräuter: Dazu zählen Löwenzahn, Giersch oder Sauerampfer, die oft als Ergänzung in Mischsalaten dienen.
4. Asiatische Salate (Asia Greens)
Diese werden oft in Mischungen ("Misticanza" oder "Asia-Mix") verkauft.
- Mizuna, Tatsoi oder Senfsenf: Diese Sorten haben oft eine leichte bis deutliche Schärfe (Meerrettich-Aroma).
Tipp für die Zubereitung: Wenn Ihnen Salate wie Radicchio oder Endivie zu bitter sind, können Sie die Blätter kurz in lauwarmes Wasser legen oder den harten Strunk großzügig herausschneiden – dort konzentrieren sich die meisten Bitterstoffe.