Welche Mineralwasser-Sorte eignet sich am besten zum Mischen?
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Es kommt darauf an, was du mischen möchtest. Je nach Getränk (Saft, Wein oder Sirup) gibt es unterschiedliche Empfehlungen.
Hier ist ein Leitfaden, welches Mineralwasser sich wofür am besten eignet:
1. Für Fruchtsaftschorlen
- Kohlensäure: Hier empfiehlt sich „Classic“ (viel Kohlensäure). Da der Saft keine Kohlensäure hat, verwässert „Medium“-Wasser das Sprudel-Erlebnis zu stark. Die Schorle schmeckt sonst schnell abgestanden.
- Mineralisierung: Ein neutrales, mineralstoffarmes Wasser ist ideal, damit der Eigengeschmack der Frucht im Vordergrund steht. Wässer mit hohem Natrium- oder Magnesiumgehalt können den Fruchtgeschmack leicht verfälschen (sie schmecken oft leicht salzig oder metallisch).
2. Für Weinschorlen
- Kohlensäure: Auch hier greifen Profis meist zu „Classic“. Der Wein bringt Säure und Alkohol mit, die Kohlensäure sorgt für die nötige Frische und „Lustigkeit“ der Schorle.
- Mineralisierung: Das Wasser sollte extrem neutral sein. Ein Wasser mit viel Eigenanteil (z. B. viel Calcium oder Hydrogencarbonat) kann die feinen Säuren des Weins puffern oder verändern.
- Tipp: Achte auf Wasser mit wenig Eigengeschmack (z.B. Black Forest, Plose oder einfache Eigenmarken der Discounter, die oft sehr weich sind).
3. Für Sirup (z. B. Holunderblüte, Waldmeister)
- Kohlensäure: Medium oder Classic, je nach Geschmack. Da Sirup sehr konzentriert ist, verträgt er viel Sprudel.
- Mineralisierung: Hier ist es fast egal, da der Sirup sehr dominant ist. Ein günstiges Standard-Mineralwasser ist völlig ausreichend.
4. Für Whisky oder Spirituosen (zum „Verlängern“)
- Kohlensäure: Hier nutzt man meist stilles Wasser (Naturelle), um die Aromen aufzuschließen, ohne die Zunge durch Kohlensäure zu betäuben.
- Mineralisierung: So weich wie möglich (wenig Kalk/Calcium).
Zusammenfassend: Worauf solltest du beim Kauf achten?
- Der Etikett-Check: Schau auf die Analyse. Ein Gesamtsalzgehalt (Trockenrückstand) von unter 500 mg/l gilt als neutral. Wässer wie Gerolsteiner haben sehr viele Mineralien (über 2000 mg/l) – das ist gesund pur, kann aber in einer Weinschorle „hart“ schmecken.
- Der Natriumgehalt: Wähle ein Wasser mit wenig Natrium (unter 20 mg/l), damit es nicht salzig schmeckt.
- Glas vs. PET: Für den besten Geschmack (besonders bei Wein) sind Glasflaschen vorzuziehen, da PET-Flaschen manchmal eine leichte Kunststoffnote an das Wasser abgeben können, die beim Mischen auffällt.
Meine Empfehlung für den Allrounder: Wenn du ein Wasser suchst, das für Saft und Wein gleichermaßen gut funktioniert, nimm ein kohlensäurereiches („Classic“), natriumarmes Wasser aus deiner Region. In Deutschland sind viele regionale Brunnen sehr weich und eignen sich hervorragend zum Mischen.