Welche gesundheitlichen Nachteile hat der hohe Panadenanteil bei Fischstäbchen?

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Fischstäbchen sind zwar eine beliebte Methode, um Kindern (und Erwachsenen) Fisch schmackhaft zu machen, doch der hohe Panadenanteil – der oft zwischen 35 % und 50 % des Gesamtgewichts liegt – bringt einige deutliche gesundheitliche Nachteile mit sich.

Hier sind die wichtigsten Punkte:

1. Hohe Kaloriendichte durch Fettaufnahme

Die Panade fungiert beim Braten wie ein Schwamm. Während das Fischfilet im Inneren recht fettarm ist, saugt sich die Panade mit dem Bratfett voll.

  • Die Folge: Fischstäbchen haben deutlich mehr Kalorien als ein naturbelassenes Fischfilet. Durch den hohen Fettanteil steigt die Energiedichte massiv an, was bei regelmäßigem Verzehr Übergewicht begünstigen kann.

2. "Leere" Kohlenhydrate

Die Panade besteht meist aus Weißmehl (Weizenmehl), Stärke und Salz.

  • Die Folge: Diese kurzkettigen Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und wieder abfallen, was Heißhunger fördern kann. Im Gegensatz zu Vollkornprodukten liefert die Panade kaum Ballaststoffe oder relevante Vitamine – man spricht von „leeren Kalorien“.

3. Schadstoffbelastung (3-MCPD und Glycidyl-Fettsäureester)

Da Fischstäbchen in der Fabrik meist vorfrittiert werden, enthalten sie oft industrielle Pflanzenöle.

  • Die Folge: Bei der industriellen Erhitzung von Ölen können Schadstoffe wie 3-MCPD-Fettsäureester und Glycidyl-Fettsäureester entstehen. Diese gelten als potenziell krebserregend oder erbgutschädigend. Untersuchungen (z. B. von Ökotest) zeigen immer wieder, dass die Panade oft mit diesen Stoffen belastet ist.

4. Acrylamid-Bildung

Wenn die Fischstäbchen in der Pfanne oder im Ofen zu stark gebräunt werden, entsteht in der kohlenhydratreichen Panade Acrylamid.

  • Die Folge: Acrylamid gilt als krebserzeugend und erbgutverändernd. Je dicker die Panade und je heißer sie gebraten wird, desto höher ist das Risiko.

5. Hoher Salzgehalt

In der Panade und der industriellen Würzung steckt oft eine beachtliche Menge Salz.

  • Die Folge: Ein hoher Salzkonsum steht in direktem Zusammenhang mit Bluthochdruck und einer Belastung der Nieren. Besonders für Kinder ist der Salzgehalt in Fertigprodukten oft zu hoch angesetzt.

6. Verdünnung der wertvollen Nährstoffe

Je mehr Panade ein Fischstäbchen hat, desto weniger Fisch ist enthalten.

  • Die Folge: Die positiven Inhaltsstoffe des Fisches (wie hochwertiges Protein, Jod und Omega-3-Fettsäuren) werden durch die minderwertigen Inhaltsstoffe der Panade „verdünnt“. Man müsste sehr viele Fischstäbchen essen, um auf eine relevante Menge Omega-3 zu kommen – nimmt dabei aber eine enorme Menge an Fett und Kohlenhydraten auf.

Tipps für eine gesündere Zubereitung:

  • Backofen statt Pfanne: Wenn Sie Fischstäbchen im Ofen backen (ohne zusätzliche Fettzugabe), sparen Sie einen Teil der Kalorien ein, da die Panade nicht noch zusätzliches Bratfett aufsaugt.
  • Auf den Fischanteil achten: Vergleichen Sie die Packungen. Hochwertigere Produkte haben einen Fischanteil von über 65 %.
  • Selber machen: Fischfilet kaufen, in Streifen schneiden und nur dünn in Vollkornmehl oder einer Mischung aus Haferflocken und Nüssen wenden.
  • Die goldene Regel: Die Fischstäbchen sollten goldgelb und nicht dunkelbraun sein, um die Acrylamidbelastung gering zu halten.

Fazit: Fischstäbchen sind eher als „Fast Food“ und weniger als klassische „Fischmahlzeit“ einzustufen. Gelegentlicher Verzehr ist unbedenklich, für eine gesunde Ernährung ist naturbelassener Fisch jedoch die deutlich bessere Wahl.

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