Welche Funktion hat die Bildwiederholfrequenz (Hertz) bei einem Display?

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Die Bildwiederholfrequenz (gemessen in Hertz, abgekürzt Hz) gibt an, wie oft pro Sekunde das Display das gezeigte Bild komplett aktualisiert.

Hier sind die wichtigsten Funktionen und Auswirkungen im Detail:

1. Flüssigkeit der Darstellung (Smoothness)

Dies ist der am deutlichsten spürbare Effekt. Je höher die Hertz-Zahl ist, desto mehr Einzelbilder werden pro Sekunde angezeigt.

  • Beispiel: Bei 60 Hz wird das Bild 60-mal pro Sekunde erneuert, bei 120 Hz entsprechend 120-mal.
  • Effekt: Bewegungen (wie das Verschieben eines Fensters am PC, das Scrollen auf dem Smartphone oder schnelle Kameraschwenks in Filmen und Spielen) wirken deutlich flüssiger und weniger "hackelig".

2. Reduzierung von Bewegungsunschärfe (Motion Blur)

Bei niedrigen Bildwiederholfrequenzen entstehen bei schnellen Bewegungen oft Schlieren oder Unschärfen, weil das Auge die Lücke zwischen zwei Bildern wahrnimmt.

  • Eine hohe Hertz-Zahl sorgt dafür, dass die Abstände zwischen den Bildaktualisierungen so klein sind, dass das menschliche Gehirn eine durchgehende, scharfe Bewegung wahrnimmt.

3. Reaktionszeit und Input-Lag

Besonders für Gamer ist die Bildwiederholfrequenz entscheidend:

  • Ein Monitor mit 144 Hz kann Informationen viel früher anzeigen als ein 60-Hz-Monitor (alle 7 Millisekunden statt alle 16,6 Millisekunden).
  • Dadurch reagiert das Spiel gefühlt schneller auf Tasteneingaben oder Mausbewegungen, was in schnellen Spielen (Shootern, Rennspielen) einen Wettbewerbsvorteil bietet.

4. Schonung der Augen

Ein Bild, das sich häufiger aktualisiert, wirkt für das menschliche Auge stabiler.

  • Früher (bei alten Röhrenmonitoren) war ein niedriges Hertz-Niveau als deutliches Flimmern wahrnehmbar, was zu Kopfschmerzen und ermüdeten Augen führte.
  • Moderne Flachbildschirme flimmern zwar kaum noch, aber eine höhere Frequenz (z. B. 90 Hz oder 120 Hz bei Smartphones) macht das Lesen während des Scrollens deutlich angenehmer und weniger anstrengend für die Augen.

Wichtige Unterscheidung: Hz vs. FPS

Man muss die Bildwiederholfrequenz (Hz) des Monitors von der Bildrate (FPS - Frames per Second) der Grafikkarte unterscheiden:

  • FPS: Wie viele Bilder kann der Computer/die Konsole pro Sekunde berechnen?
  • Hz: Wie viele Bilder kann der Monitor pro Sekunde tatsächlich anzeigen?

Wenn dein PC 200 FPS liefert, dein Monitor aber nur 60 Hz hat, siehst du trotzdem nur 60 Bilder pro Sekunde. Umgekehrt bringt ein 144-Hz-Monitor wenig, wenn die Grafikkarte nur 30 FPS schafft.

Gängige Standards heute:

  • 60 Hz: Standard für Office-Monitore, einfache Fernseher und ältere Smartphones.
  • 90 Hz / 120 Hz: Standard bei modernen Oberklasse-Smartphones und Tablets (sorgt für ein sehr "weiches" Bediengefühl).
  • 144 Hz / 240 Hz: Standard für Gaming-Monitore, um maximale Reaktionsgeschwindigkeit und Klarheit zu erzielen.