Was sind die optischen Merkmale, an denen man echte Scampis erkennt?

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Echte Scampis (wissenschaftlicher Name: Nephrops norvegicus, im Deutschen auch Kaisergranat oder Norwegischer Hummer genannt) werden im Handel und in der Gastronomie oft mit Riesengarnelen (Gambas/Prawns) verwechselt oder bewusst falsch deklariert.

Hier sind die entscheidenden optischen Merkmale, an denen du einen echten Scampo erkennst:

1. Die Scheren (Das wichtigste Merkmal)

Der markanteste Unterschied zu Garnelen: Scampis gehören zur Familie der hummerartigen Krebse.

  • Echte Scampis: Haben zwei lange, schmale und recht dünne Scheren. Diese sind oft bedornt.
  • Garnelen: Haben keine Scheren, sondern lediglich winzige Greifwerkzeuge an ihren Beinen, die kaum sichtbar sind.

2. Die Farbe (auch im Rohzustand)

  • Echte Scampis: Sie sind von Natur aus hellrot, blassrosa oder orangefarben – und zwar schon im rohen Zustand.
  • Garnelen: Die meisten Garnelenarten (wie Black Tiger oder White Tiger) sind im rohen Zustand grau, bläulich oder glasig-weiß. Sie werden erst beim Kochen rot.

3. Der Körperbau

  • Echte Scampis: Der Körper ist eher schlank und langgestreckt. Der Panzer ist deutlich härter und kräftiger als der einer Garnele.
  • Garnelen: Der Körper ist meist eher seitlich leicht zusammengedrückt und der Panzer wirkt flexibler und glatter.

4. Der Kopf und die Augen

  • Echte Scampis: Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper recht groß und hat einen ausgeprägten, gezackten Stirnstachel (Rostrum). Die Augen sind groß, schwarz und nierenförmig (daher der Name Nephrops).
  • Garnelen: Der Kopf wirkt kompakter und geht fließender in den Körper über.

5. Das Schwanzende

  • Echte Scampis: Der Schwanz endet in einem kräftigen, flachen Schwanzfächer, der typisch für Hummerartige ist.
  • Garnelen: Auch sie haben einen Fächer, aber dieser wirkt meist zarter und weniger "gepanzert".

Der „Trick“ im Restaurant oder Supermarkt

Wenn du Scampis kaufst oder im Restaurant bestellst, achte auf Folgendes:

  1. Mit oder ohne Scheren? Werden sie im Ganzen serviert, müssen die langen Scheren vorhanden sein.
  2. Die Bezeichnung: Auf der Verpackung muss im Idealfall der lateinische Name Nephrops norvegicus oder die deutsche Bezeichnung Kaisergranat stehen.
  3. Nur Schwänze? Wenn nur die Schwänze (ohne Kopf und Scheren) verkauft werden, ist die Unterscheidung schwieriger. Hier hilft ein Blick auf die Farbe: Wenn das rohe Fleisch bereits rötlich-orange Schalenreste hat, spricht das für Scampi. Garnelenschwänze sind im Tiefkühlbeutel meist grau.

Fazit: Wenn das Tier keine Scheren hat, ist es botanisch gesehen kein Scampo, sondern eine Garnele.

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