In welchen Gewässern leben Scampis natürlicherweise?
Der echte Scampi (wissenschaftlicher Name: Nephrops norvegicus), im Deutschen auch Kaisergranat oder Norwegischer Hummer genannt, lebt in folgenden natürlichen Gewässern:
- Nordostatlantik: Dies ist sein Hauptverbreitungsgebiet. Er kommt von den Küsten Islands und Norwegens im Norden bis hinunter nach Marokko im Süden vor.
- Nordsee: Er ist in weiten Teilen der Nordsee heimisch.
- Mittelmeer: Er besiedelt fast das gesamte Mittelmeer, insbesondere die Adria.
- Westliche Ostsee: Gelegentlich ist er auch im Kattegat und Skagerrak (Übergang zwischen Nord- und Ostsee) zu finden.
Lebensweise und Tiefe
Scampis leben nicht im freien Wasser, sondern am Meeresgrund. Hier sind die wichtigsten Merkmale ihres Lebensraums:
- Bodenbeschaffenheit: Sie bevorzugen weiche Böden aus Schlamm oder feinem Schlick. Dies ist überlebenswichtig für sie, da sie dort Wohnhöhlen graben, in denen sie den Großteil des Tages verbringen.
- Wassertiefe: Man findet sie normalerweise in Tiefen zwischen 20 und 800 Metern. In flacheren Gewässern kommen sie eher im Norden (z. B. Schottland) vor, während sie im wärmeren Mittelmeer meist in größeren Tiefen leben.
- Temperatur: Sie bevorzugen kühles Salzwasser.
Wichtiger Hinweis zur Begrifflichkeit:
Im Handel und in der Gastronomie werden oft große Garnelen (wie Riesengarnerlen oder Black Tiger Prawns) fälschlicherweise als "Scampi" bezeichnet. Der echte Scampi gehört jedoch biologisch zur Familie der Hummerartigen und ist an seinen Scheren erkennbar. Die meisten "Scampi" auf Pizzen oder in Pfannengerichten sind eigentlich Garnelen, die weltweit in tropischen Gewässern oder Aquakulturen leben. Der echte Kaisergranat ist deutlich teurer und feiner im Geschmack.