Was genau versteht man unter einem Kundenstopper?

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Unter einem Kundenstopper (auch Gehwegaufsteller, Werbeaufsteller oder A-Aufsteller genannt) versteht man ein beidseitig nutzbares Werbemittel, das im Außenbereich – meist direkt auf dem Gehweg vor einem Ladenlokal oder Restaurant – platziert wird.

Der Name ist Programm: Er soll Passanten, die am Geschäft vorbeilaufen, sprichwörtlich „stoppen“ und ihre Aufmerksamkeit auf Angebote, Produkte oder Dienstleistungen lenken.

Hier sind die wichtigsten Details im Überblick:

1. Aufbau und Typen

Kundenstopper gibt es in verschiedenen Ausführungen, je nach Einsatzort und Zweck:

  • A-Aufsteller (Klassiker): Er besteht aus zwei klappbaren Rahmen, die von der Seite betrachtet wie ein großes „A“ aussehen. Meistens sind sie aus Aluminium gefertigt und haben Schnapprahmen, um Plakate schnell zu wechseln.
  • Kreidetafeln: Häufig in der Gastronomie zu finden. Hier werden Tagesgerichte oder Getränkeangebote handschriftlich mit Kreide oder Kreidemarkern auf eine Holz- oder Schiefertafel geschrieben.
  • Windfeste Kundenstopper: Diese stehen auf einem schweren Standfuß (oft mit Wasser oder Sand befüllbar) und sind mit starken Federn am Rahmen befestigt. Dadurch schwingen sie im Wind mit, anstatt umzukippen.
  • Digitale Kundenstopper: Moderne Varianten mit einem eingebauten Bildschirm, auf dem Videos oder wechselnde digitale Plakate gezeigt werden können.

2. Funktion und Ziel

  • Aufmerksamkeitserzeugung: Da er quer zur Laufrichtung der Fußgänger steht, ist er besser sichtbar als Schaufenster oder Schilder an der Hauswand.
  • Informationsquelle: Er informiert über aktuelle Rabatte, Menüs, Öffnungszeiten oder neue Kollektionen.
  • Leitsystem: Er weist den Weg zum Eingang, besonders wenn das Geschäft etwas versteckt in einer Passage oder einem Hinterhof liegt.

3. Vorteile

  • Flexibilität: Er kann morgens rausgestellt und abends wieder reingeholt werden. Die Inhalte lassen sich in Sekunden austauschen.
  • Kostengünstig: Einmal angeschafft, verursacht er kaum laufende Kosten, bietet aber eine hohe lokale Reichweite.
  • Direkte Ansprache: Er erreicht die Zielgruppe genau in dem Moment, in dem sie sich physisch in der Nähe des Geschäfts befindet (Impulskauf).

4. Rechtliche Aspekte (Wichtig!)

In den meisten Städten und Kommunen darf man einen Kundenstopper nicht einfach ohne Weiteres auf den öffentlichen Gehweg stellen.

  • Sondernutzungserlaubnis: Man benötigt oft eine Genehmigung der Stadtverwaltung, da der Gehweg öffentlicher Raum ist.
  • Vorschriften: Es gibt oft Regeln zur Größe, zum Standort (wegen der Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen) und manchmal sogar zur optischen Gestaltung (um das Stadtbild nicht zu „verschandeln“).

Zusammenfassend: Ein Kundenstopper ist eines der effektivsten Instrumente des lokalen Marketings, um Laufkundschaft spontan in ein Geschäft oder Restaurant zu locken.

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