Wie wetterfest müssen Plakate sein, damit sie in einem Kundenstopper bei Regen nicht aufweichen oder verschmieren?

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Damit Plakate in einem Kundenstopper (Gehwegaufsteller) auch bei schlechtem Wetter professionell aussehen und nicht kaputtgehen, müssen sie zwei Kriterien erfüllen: Feuchtigkeitsresistenz des Materials und Wasserfestigkeit der Farbe.

Obwohl die meisten Kundenstopper eine Schutzfolie (Antireflex-Folie) haben, dringt durch Kapillareffekte oder Kondenswasser fast immer Feuchtigkeit ins Innere.

Hier sind die verschiedenen Stufen der Wetterfestigkeit, von „behelfsmäßig“ bis „profi-tauglich“:

1. Die Materialwahl (Der wichtigste Faktor)

  • Standard-Papier (80–150 g/m²): Ungeeignet. Normales Papier saugt Wasser auf wie ein Schwamm. Es schlägt Wellen, dehnt sich aus (wodurch es im Rahmen Falten wirft) und fängt nach wenigen Tagen an zu schimmeln oder zu modern.
  • Affichenpapier (Blueback): Gut. Dieses Papier ist speziell für die Außenplakatierung (Litfaßsäulen) entwickelt. Es ist nassfest und laugenbeständig. Es übersteht Feuchtigkeit deutlich besser als normales Papier, kann aber bei Staunässe im Kundenstopper trotzdem wellig werden.
  • Latex-Papier / Imprägniertes Papier: Sehr gut. Hier sind die Papierfasern mit Kunststoff versetzt. Es fühlt sich an wie Papier, ist aber extrem reißfest und wasserabweisend.
  • PVC-Folie / Polypropylen-Folie (Synthetic Paper): Die beste Wahl. Dies ist kein Papier mehr, sondern dünner Kunststoff. Es ist zu 100 % wasserfest, kann nicht aufweichen und bleibt absolut plan (glatt) im Rahmen liegen.

2. Die Drucktechnik (Damit nichts verschmiert)

  • Tintenstrahldruck (Home Office): Ungeeignet. Die meisten handelsüblichen Tinten sind wasserlöslich. Ein einziger Tropfen genügt, und die Schrift verläuft.
  • Laserdruck / Kopierer: Bedingt geeignet. Da der Toner (Kunststoffpulver) auf das Papier aufgeschmolzen wird, verschmiert die Farbe nicht. Das Problem bleibt hier jedoch das Papier, das aufweicht.
  • UV-Druck / Latex-Druck (Profi-Druckerei): Die beste Wahl. Diese Farben werden unter UV-Licht ausgehärtet oder enthalten Latex-Partikel. Sie sind extrem witterungsbeständig, bleichen in der Sonne nicht aus (UV-stabil) und sind absolut wasserfest.

3. Zusätzlicher Schutz: Laminierung

Wenn Sie normales Papier verwenden müssen, ist eine beidseitige Heißlaminierung (Einschweißen in Plastikfolie) eine Lösung.

  • Wichtig: Das Laminat muss einen umlaufenden Rand (ca. 3–5 mm) haben. Schneidet man das Laminat direkt an der Papierkante ab, zieht die Feuchtigkeit von der Seite ins Papier (Kapillareffekt), und das Plakat bekommt hässliche Ränder.

Zusammenfassung: Die ideale Kombination

Wenn Sie Ruhe haben wollen und die Plakate länger als eine Woche hängen sollen, bestellen Sie bei einer Online-Druckerei oder einem lokalen Werbetechniker:

  1. Material: 170g – 200g PVC-Folie oder Synaps (synthetisches Papier).
  2. Druck: UV-beständiger Digitaldruck.

Pro-Tipp für den Alltag: Achten Sie beim Kundenstopper darauf, dass die Schutzfolie oben unter das Profil geschoben ist, damit das Wasser oben drüber abläuft und nicht direkt hinter die Folie läuft. Wenn es stark geregnet hat, lohnt es sich, den Kundenstopper kurz zu öffnen und das Kondenswasser mit einem Tuch abzuwischen.

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