Wie lässt sich ein Kundenstopper optimal gegen Wind und Umkippen sichern?
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Ein Kundenstopper (Gehwegaufsteller) ist eine hervorragende Werbefläche, kann aber bei starkem Wind schnell zur Gefahr für Passanten oder Autos werden. Um ihn optimal zu sichern, gibt es verschiedene Strategien – von der Wahl des richtigen Modells bis hin zu nachträglichen Optimierungen.
Hier sind die besten Methoden, unterteilt in Kategorien:
1. Die Wahl des richtigen Modells (Prävention)
Wenn Sie noch keinen Kundenstopper gekauft haben, achten Sie auf windfeste Konstruktionen:
- Wind-Sign / Swing-Sign: Diese Modelle haben ein Standgestell mit starken Stahlfedern. Das Schild schwingt bei Windböen mit, statt den Widerstand starr zu halten. Das reduziert die Kippgefahr massiv.
- Wassertank-Standfuß: Viele Profi-Modelle haben einen Standfuß aus Kunststoff, der mit Wasser oder Sand (Sand ist schwerer!) befüllt wird. Diese wiegen im befüllten Zustand oft 30–40 kg und stehen extrem stabil.
- Holz-Stopper: Schwere Eichenholz-Aufsteller sind aufgrund ihres Eigengewichts oft stabiler als leichte Aluminium-Rahmen.
2. Nachträgliche Beschwerung (für bestehende Aufsteller)
Wenn Sie bereits einen Standard-A-Aufsteller haben, können Sie diesen aufrüsten:
- Beschwerungsringe / Standgewichte: Es gibt spezielle U-förmige Gewichte aus Gummi oder Metall, die über die Standfüße gelegt werden.
- Sandbeutel / Sandsäcke: Eine klassische und günstige Methode. Legen Sie dekorative Jutesäcke mit Sand gefüllt über die untere Querstrebe des Aufstellers. Das sieht oft besser aus als Plastikgewichte.
- Wasserkanister-Trick: Hängen Sie einen (versteckten) Wasserkanister oder ein Gewicht mittels eines Hakens an die innere Scharnierkette des Aufstellers. Dadurch wird der Schwerpunkt nach unten verlagert.
3. Mechanische Sicherung (Festmachen)
Wenn der Untergrund oder die Umgebung es zulässt:
- Fahrradschloss / Stahlkette: Sichern Sie den Aufsteller an einem fest installierten Gegenstand (Laterne, Fahrradständer, Fallrohr). Das schützt gleichzeitig vor Diebstahl.
- Bodenanker: Auf privatem Grund können Sie Ösen oder Haken in den Boden schrauben, an denen der Aufsteller mit einem kurzen Drahtseil fixiert wird.
4. Strategische Platzierung
Die Physik hilft mit:
- Winkel zum Wind: Stellen Sie den Aufsteller niemals direkt mit der Breitseite in den Wind („Segel-Effekt“). Ein Winkel von 45 Grad zur Hauptwindrichtung lässt den Wind besser vorbeiströmen.
- Wandschutz: Platzieren Sie den Stopper nah an einer Hauswand. Oft bricht die Wand die direkte Windkraft.
- Gummifüße: Achten Sie darauf, dass die Gummifüße unten am Gestell intakt sind. Sie verhindern das Wegrutschen auf glattem Asphalt, was oft der erste Schritt zum Umkippen ist.
5. Profi-Tipp für extreme Lagen
- Lochstanzung: Manche Unternehmen nutzen bei extremen Windlagen Planen oder Platten mit einer sogenannten Mikroperforation (viele kleine Löcher). Dadurch kann der Wind hindurchströmen, während das Motiv für das Auge sichtbar bleibt.
- Drahtseil-Spannung: Wenn der Aufsteller dazu neigt, „zusammenzuklappen“ und dann umzufallen, spannen Sie ein kurzes Drahtseil oder eine starke Kette zwischen die beiden Schenkel (falls noch nicht vorhanden), damit er sich nicht ungewollt schließen kann.
Zusammenfassung: Was ist am effektivsten?
- Idealfall: Ein Modell mit Wassertank und Stahlfedern.
- Günstigste Lösung: Ein schwerer Sandsack, der auf die untere Verstrebung gelegt wird.
- Wichtigste Regel: Bei Sturmwarnung gehört der Kundenstopper grundsätzlich nach drinnen, da keine mobile Sicherung gegen Orkanböen hilft und Sie im Schadensfall (Haftpflicht) verantwortlich gemacht werden können.