Warum riecht der Akkuschrauber während des Gebrauchs verbrannt?

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Wenn ein Akkuschrauber während des Gebrauchs verbrannt riecht, kann das verschiedene Ursachen haben – von völlig harmlos bis hin zu einem drohenden Defekt.

Hier sind die häufigsten Gründe:

1. Die Kohlebürsten (bei Bürstenmotoren)

Dies ist die häufigste Ursache bei herkömmlichen Geräten (nicht bei „Brushless“-Modellen).

  • Was passiert: Im Inneren des Motors übertragen Kohlebürsten den Strom auf den rotierenden Teil. Dabei entstehen kleine Funken (das sogenannte „Bürstenfeuer“).
  • Der Geruch: Es riecht leicht nach Ozon oder „elektrisch“.
  • Ist das schlimm? Ein gewisser Geruch und sichtbare Funken durch die Lüftungsschlitze sind bei neuen Geräten oder unter hoher Last normal. Wenn es jedoch extrem stark riecht oder qualmt, sind die Kohlen abgenutzt oder beschädigt.

2. Überlastung des Motors

Wenn du zu große Schrauben in zu hartes Holz drehst oder den Bohrer blockierst, fließt extrem viel Strom.

  • Was passiert: Die Kupferwicklungen im Motor werden sehr heiß. Der Schutzlack auf den Drähten beginnt zu „dampfen“ oder zu schmoren.
  • Der Geruch: Beißender, chemischer Geruch nach verbranntem Kunststoff oder Lack.
  • Gefahr: Wenn du jetzt nicht sofort aufhörst, schmilzt die Isolierung, es kommt zum Kurzschluss und der Motor ist Totalschaden.

3. Staub und Schmutz im Gehäuse

  • Was passiert: Wenn du viel in Holz oder staubiger Umgebung arbeitest, saugt der Lüfter feine Partikel ins Gehäuse. Diese setzen sich auf den heißen Bauteilen ab und „verkokeln“.
  • Der Geruch: Riecht eher nach verbranntem Staub oder Holz.
  • Lösung: Das Gerät vorsichtig mit Druckluft durch die Lüftungsschlitze ausblasen.

4. Ein neues Gerät („Einfahren“)

  • Was passiert: Bei fabrikneuen Akkuschraubern können Rückstände von Fertigungsfetten oder Beschichtungen auf den Motorteilen bei der ersten Erwärmung verdampfen.
  • Der Geruch: Leicht chemisch, verfliegt meist nach 5–10 Minuten Nutzung.

5. Defekte Elektronik oder Schalter

  • Was passiert: Manchmal liegt der Defekt nicht am Motor selbst, sondern an der Steuerelektronik oder dem Schalterdrücker. Wenn dort Bauteile (Kondensatoren etc.) durchbrennen, riecht es sehr streng.
  • Der Geruch: Extrem stechender Geruch nach „verbrannter Elektronik“.

Was solltest du jetzt tun?

  1. Sofort stoppen: Wenn es stark riecht oder sogar qualmt, lass den Schalter sofort los.
  2. Abkühlen lassen im Leerlauf: Wenn das Gerät nur heiß geworden ist, aber noch läuft: Lass es für 1–2 Minuten ohne Last (also ohne zu schrauben/bohren) auf höchster Stufe drehen. Das integrierte Lüfterrad kühlt den Motor so am schnellsten herunter.
  3. Akku entfernen: Wenn der Geruch bleibt oder das Gerät extrem heiß ist, nimm den Akku ab, um weitere Schäden oder Brandgefahr zu vermeiden.
  4. Prüfen: Ist es ein bürstenloser Motor (Brushless)? Wenn ja, darf es eigentlich nicht nach Bürstenfeuer riechen – ein verbrannter Geruch deutet hier eher auf einen Defekt der Elektronik hin.

Fazit: Ein leichter Geruch bei harter Arbeit ist oft normal. Beißender Qualm oder Leistungsverlust bedeuten jedoch meist, dass der Motor oder die Wicklung Schaden genommen haben.

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