Warum ist die regelmäßige Anwendung von Handcreme wichtig?

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Die regelmäßige Anwendung von Handcreme ist weit mehr als nur ein kosmetisches Ritual. Unsere Hände sind täglich extremen Belastungen ausgesetzt, verfügen aber gleichzeitig über einen schwächeren Eigenschutz als andere Körperpartien.

Hier sind die wichtigsten Gründe, warum Handcreme so wichtig ist:

1. Schutz der Hautbarriere

Die Haut an den Handrücken ist sehr dünn und besitzt kaum Unterfettgewebe sowie nur sehr wenige Talgdrüsen. Talg ist jedoch entscheidend, um den schützenden Hydrolipidfilm (Säureschutzmantel) aufrechtzuerhalten. Da die Hände diesen Schutz kaum selbst regenerieren können, hilft Handcreme dabei, diese Barriere künstlich zu stärken und Feuchtigkeit in der Haut zu speichern.

2. Ausgleich durch häufiges Waschen und Desinfizieren

Wasser, Seife und Desinfektionsmittel lösen die natürlichen Fette aus der Haut. Besonders in Berufen mit hohen Hygienestandards oder im Alltag (häufiges Händewaschen) trocknet die Haut extrem schnell aus. Eine gute Handcreme führt der Haut die verlorenen Lipide (Fette) und Feuchtigkeit wieder zu.

3. Schutz vor Umwelteinflüssen

Unsere Hände sind fast immer unbedeckt. Sie sind Wind, Kälte, trockener Heizungsluft und UV-Strahlung direkt ausgesetzt:

  • Kälte: Bei niedrigen Temperaturen produzieren die Talgdrüsen noch weniger Fett, was die Haut spröde macht.
  • Sonne: UV-Strahlen lassen die Haut vorzeitig altern und verursachen Pigmentflecken (Altersflecken). Viele moderne Handcremes enthalten daher bereits einen Lichtschutzfaktor.

4. Vermeidung von schmerzhaften Rissen (Schrundungen)

Wenn die Haut zu trocken wird, verliert sie ihre Elastizität. Es entstehen kleine Risse (Fissuren), besonders an den Fingerknöcheln oder den Fingerspitzen. Diese sind nicht nur schmerzhaft, sondern dienen auch als Eintrittspforte für Bakterien, Pilze und Viren, was Entzündungen oder Infektionen auslösen kann.

5. Vorbeugung vor vorzeitiger Hautalterung

Man sagt oft: „Die Hände verraten das wahre Alter.“ Da die Haut an den Händen so dünn ist, bilden sich hier schneller Falten als im Gesicht. Regelmäßiges Eincremen hält das Gewebe geschmeidig und kann den Alterungsprozess verzögern.

6. Gepflegtes Erscheinungsbild und Wohlbefinden

Gepflegte Hände sind eine wichtige Visitenkarte im sozialen und beruflichen Leben. Zudem fühlt sich trockene Haut oft unangenehm an, spannt oder juckt. Das Eincremen sorgt für ein sofortiges Wohlgefühl.


Tipps für die richtige Anwendung:

  • Nach jedem Waschen: Idealerweise direkt nach dem Händewaschen cremen, solange die Haut noch eine Restfeuchtigkeit besitzt.
  • Über Nacht: Bei sehr trockenen Händen hilft es, vor dem Schlafengehen eine dicke Schicht Creme aufzutragen und dünne Baumwollhandschuhe darüberzuziehen. So können die Wirkstoffe tief einziehen.
  • Inhaltsstoffe beachten: Achten Sie auf Wirkstoffe wie Urea (bindet Feuchtigkeit), Glycerin, Shea-Butter oder Panthenol (beruhigt und heilt).

Fazit: Regelmäßiges Eincremen ist die beste Versicherung gegen vorzeitige Hautalterung und schmerzhafte Entzündungen an den Händen.