Warum eignen sich Penne besonders gut für überbackene Aufläufe?

Bearbeiten
Löschen

Penne sind aus mehreren kulinarischen und physikalischen Gründen die ideale Wahl für überbackene Aufläufe (Pasta al Forno). Hier sind die Hauptgründe:

1. Die Hohlform (Das Reservoir)

Penne sind innen hohl. Beim Vermengen mit der Soße und während des Backvorgangs fließt die Soße (und oft auch geschmolzener Käse) in das Innere der Nudel. Das sorgt dafür, dass der Auflauf nicht austrocknet und man bei jedem Biss eine perfekte Kombination aus Pasta und Soße hat.

2. Die Oberfläche (Penne Rigate)

Die meisten Penne, die für Aufläufe verwendet werden, sind „Penne Rigate“ (geriffelte Penne). Diese feinen Rillen auf der Außenseite vergrößern die Oberfläche der Nudel. Dadurch bleibt die Soße – egal ob Tomatensoße, Béchamel oder Sahne – viel besser an der Pasta haften, anstatt einfach nach unten auf den Boden der Form zu laufen.

3. Formstabilität und Bissfestigkeit

Penne haben eine relativ dicke Wandung und eine kompakte Form. Im Ofen sind Nudeln extremer Hitze und einer langen Garzeit ausgesetzt. Während dünne Nudeln (wie Spaghetti) oder sehr filigrane Formen (wie Farfalle) im Auflauf oft zu weich oder matschig werden, behalten Penne ihre Struktur („Al dente“-Gefühl) und bieten einen angenehmen Widerstand beim Kauen.

4. Einfache Handhabung und Portionierung

Penne sind mundgerecht. Das macht das Essen eines Auflaufs sehr unkompliziert, da man sie nicht schneiden oder aufwickeln muss. Zudem lassen sie sich in der Auflaufform sehr gut stapeln und verteilen, was für eine gleichmäßige Schichtung von Nudeln, Soße und Käse sorgt. Beim Servieren halten sie die Portion kompakt zusammen.

5. Die schrägen Enden

Die schräg abgeschnittenen Enden der Penne (die an eine Schreibfeder erinnern, daher der Name „Penna“) wirken wie kleine Schaufeln. Sie nehmen beim Umrühren im Topf oder in der Form zusätzliche Stückchen von Fleisch, Gemüse oder Käse auf.

Tipp für den perfekten Penne-Auflauf:

Damit die Penne im Ofen nicht zu weich werden, sollte man sie „sehr al dente“ vorkochen – also etwa 2 bis 3 Minuten kürzer, als auf der Packung angegeben. Den Rest der Garzeit erledigen sie dann direkt in der Soße im Backofen.