Sollte Conditioner auf die Kopfhaut oder nur in die Haarlängen aufgetragen werden?

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In der Regel gilt: Conditioner (Spülung) sollte nur in die Haarlängen und Spitzen aufgetragen werden, nicht auf die Kopfhaut.

Hier sind die Gründe und die wenigen Ausnahmen:

Warum nicht auf die Kopfhaut?

  1. Schnelleres Nachfetten: Die Kopfhaut produziert natürliches Öl (Talg), um sich selbst zu schützen. Conditioner enthält oft reichhaltige Pflegestoffe und Öle. Wenn diese auf die Kopfhaut gelangen, wird das Haar viel schneller fettig und wirkt strähnig.
  2. Mangelndes Volumen: Conditioner macht das Haar geschmeidig und schwer. Wenn er am Ansatz aufgetragen wird, beschwert er das Haar direkt an der Wurzel, wodurch die Frisur platt wirkt und an Volumen verliert.
  3. Porenverstopfung: Bei manchen Menschen können die Inhaltsstoffe (wie Silikone oder schwere Öle) die Poren der Kopfhaut verstopfen, was im schlimmsten Fall zu Irritationen oder Unreinheiten führen kann.

Warum in die Längen und Spitzen?

Die Haarlängen und besonders die Spitzen sind der älteste Teil des Haares. Sie sind Umwelteinflüssen, Reibung an Kleidung und Hitze am längsten ausgesetzt. Da das natürliche Hautfett vom Ansatz meist nicht bis in die Spitzen reicht, benötigen diese Bereiche die extra Portion Feuchtigkeit und Versiegelung durch den Conditioner.

Gibt es Ausnahmen?

Ja, es gibt ein paar Situationen, in denen Conditioner auch höher aufgetragen werden kann:

  • Spezielle Kopfhaut-Conditioner: Es gibt Produkte, die explizit dafür entwickelt wurden, trockene oder juckende Kopfhaut zu beruhigen. Diese sind meist leichter formuliert.
  • Extrem trockenes oder stark gelocktes Haar: Bei sehr krausem Haar (Typ 4C) oder extrem trockenem Haar kann es manchmal sinnvoll sein, den Conditioner etwas näher am Ansatz aufzutragen, da dieses Haar von Natur aus sehr wenig Eigenfett besitzt.
  • Sehr kurzes Haar: Hier lässt es sich oft kaum vermeiden. In diesem Fall sollte man ein sehr leichtes Produkt wählen und besonders gründlich ausspülen.

Tipps für die richtige Anwendung:

  1. Haare auswringen: Drücke das Wasser nach dem Shampoo sanft aus den Haaren. Wenn das Haar klatschnass ist, perlt der Conditioner einfach ab.
  2. Ab den Ohren abwärts: Ein guter Richtwert ist, den Conditioner erst ab der Höhe der Ohren bis in die Spitzen zu verteilen.
  3. Kämmen: Du kannst den Conditioner mit einem grobzinkigen Kamm in den Längen verteilen, um jedes Haar zu erreichen.
  4. Gründlich ausspülen: Spüle so lange, bis sich das Haar nicht mehr „glitschig“, sondern nur noch weich anfühlt.

Fazit: Für die meisten Haartypen ist die Devise: Shampoo für die Kopfhaut, Conditioner für die Spitzen.