Wie wird Haaröl richtig in die Haarlängen eingearbeitet?

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Haaröl ist ein wunderbares Pflegemittel, um den Haaren Glanz zu verleihen, Frizz zu bändigen und die Spitzen vor Spliss zu schützen. Damit das Haar aber nicht strähnig oder fettig wirkt, kommt es auf die richtige Technik an.

Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du Haaröl optimal einarbeitest:

1. Die richtige Menge wählen

Weniger ist mehr! Starte mit einer sehr kleinen Menge:

  • Feines Haar: 1 Tropfen.
  • Normales/Dickes Haar: 2–3 Tropfen. Du kannst später immer noch etwas nachlegen, aber zu viel Öl lässt sich nur durch eine Haarwäsche korrigieren.

2. Das Öl in den Händen anwärmen

Verreibe das Öl gründlich zwischen deinen Handflächen und auch zwischen den Fingern. Durch die Körperwärme wird das Öl flüssiger und lässt sich gleichmäßiger verteilen, ohne Klumpen zu bilden.

3. Von unten nach oben arbeiten (Wichtig!)

Beginne niemals am Ansatz, da das Haar dort sonst sofort fettig aussieht.

  • Fokus auf die Spitzen: Greife zuerst die untersten 2–5 Zentimeter deiner Haare (die Spitzen) mit den öligen Händen ein.
  • Die Längen: Arbeite dich dann langsam nach oben vor, aber stoppe etwa auf Ohrhöhe. Der Bereich direkt am Kopf braucht in der Regel kein zusätzliches Öl.

4. Die „Praying Hands“-Methode & Durchkämmen

  • Praying Hands: Lege deine flachen Hände (wie zum Gebet) um eine Haarpartie und gleite von oben nach unten bis in die Spitzen. Das schließt die Schuppenschicht und sorgt für extremen Glanz.
  • Einkämmen: Fahre mit den Fingern wie mit einem grobzinkigen Kamm durch die Längen, um das Öl gleichmäßig auf alle Härchen zu verteilen.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Man kann Haaröl sowohl im feuchten als auch im trockenen Haar anwenden – je nach gewünschtem Effekt:

  • Im feuchten Haar (nach dem Waschen): Das Öl schließt die Feuchtigkeit im Haar ein und dient als Schutz vor der Föhnhitze. Das Haar wird dadurch besonders weich.
  • Im trockenen Haar (als Finish): Ideal, um fliegende Haare (Frizz) zu bändigen und sofortigen Glanz zu schenken. Hier sollte man besonders vorsichtig mit der Dosierung sein.

3 Profi-Tipps für ein perfektes Ergebnis:

  1. Den Ansatz aussparen: Halte mindestens 5–10 cm Abstand zur Kopfhaut. Die natürliche Talgproduktion der Kopfhaut reicht für diesen Bereich völlig aus.
  2. Haartyp beachten: Schwere Öle (wie Arganöl oder Rizinusöl) sind toll für dickes, lockiges Haar. Für feines Haar eignen sich „trockene“ Öle oder spezielle Haaröl-Seren (oft mit Silikonen für Leichtigkeit) besser.
  3. Reste nutzen: Wenn du fertig bist und nur noch ein minimaler Film auf den Händen ist, kannst du ganz vorsichtig über die Oberfläche des Deckhaars streichen, um kleine abstehende Härchen zu glätten.

Zusammenfassend: Erst in den Händen verreiben, bei den Spitzen anfangen, nach oben arbeiten und den Ansatz komplett meiden.