Kann der menschliche Körper Vitamin C selbst herstellen oder speichern?
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Die kurze Antwort auf beide Fragen lautet: Nein.
Hier sind die Details dazu, warum das so ist:
1. Kann der Körper Vitamin C selbst herstellen?
Nein. Im Gegensatz zu den meisten Tieren (wie Hunden oder Katzen) haben Menschen im Laufe der Evolution die Fähigkeit verloren, Vitamin C selbst zu produzieren.
- Der Grund: Uns fehlt ein bestimmtes Enzym (L-Gulonolacton-Oxidase), das für den letzten Schritt der Umwandlung von Glukose (Zucker) in Vitamin C notwendig ist.
- Die Folge: Vitamin C ist für uns ein essenzieller Nährstoff. Das bedeutet, wir müssen es zwingend über die Nahrung (Obst, Gemüse) aufnehmen, um zu überleben.
2. Kann der Körper Vitamin C speichern?
Nur in sehr geringen Mengen. Vitamin C ist wasserlöslich. Das hat entscheidende Konsequenzen für die Speicherung:
- Ausscheidung: Da es wasserlöslich ist, kann der Körper keine großen Depots anlegen (anders als bei fettlöslichen Vitaminen wie A oder E, die im Fettgewebe gespeichert werden). Überschüssiges Vitamin C, das der Körper im Moment nicht braucht, wird einfach über die Nieren mit dem Urin wieder ausgeschieden.
- Begrenzte Kapazität: Es gibt zwar kleine Vorräte in bestimmten Geweben (z. B. in den Nebennieren, der Hypophyse und den weißen Blutkörperchen), aber diese sind begrenzt.
- Zeitraum: Wenn man gar kein Vitamin C mehr zu sich nehmen würde, wären die körpereigenen Reserven nach etwa 2 bis 6 Wochen aufgebraucht, wonach Mangelerscheinungen (wie früher die Seefahrerkrankheit Skorbut) auftreten würden.
Fazit für den Alltag:
Da der Körper Vitamin C weder selbst herstellen noch lange speichern kann, ist eine regelmäßige tägliche Zufuhr wichtig. Es bringt wenig, einmal pro Woche eine extrem hohe Dosis zu nehmen, da der Überschuss sofort ausgeschieden wird. Besser ist es, über den Tag verteilt Vitamin-C-reiche Lebensmittel zu essen.