In welchen Zeitabständen sollte ein Pflaster gewechselt werden?

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Wie oft ein Pflaster gewechselt werden sollte, hängt von der Art der Wunde und dem verwendeten Pflaster ab. Hier sind die allgemeinen Richtlinien:

1. Die Faustregel für herkömmliche Pflaster

Bei normalen Schnitt- oder Schürfwunden gilt: Einmal täglich sollte das Pflaster gewechselt werden.

Ein sofortiger Wechsel ist nötig, wenn:

  • Feuchtigkeit: Das Pflaster nass geworden ist (beim Händewaschen, Duschen oder durch Schweiß). Ein feuchtes Pflaster weicht die Haut auf und bietet Bakterien einen idealen Nährboden.
  • Verschmutzung: Dreck oder Staub unter das Pflaster gelangt sind.
  • Durchbluten: Blut oder Wundflüssigkeit durch das Polster dringen.

2. Spezielle Pflaster (z. B. Blasenpflaster oder Hydrokolloid-Pflaster)

Diese modernen „feuchten“ Wundauflagen funktionieren anders:

  • Sie können oft mehrere Tage (bis zu einer Woche) auf der Wunde bleiben.
  • Man wechselt sie erst, wenn sie sich von selbst an den Rändern zu lösen beginnen.
  • Diese Pflaster fördern die Heilung durch ein feuchtes Milieu und sollten nicht unnötig abgezogen werden, da dies die neue Hautschicht verletzen könnte.

3. Warum ist der Wechsel wichtig?

  • Hygiene: Es verhindert Infektionen durch Bakterien.
  • Kontrolle: Beim Wechseln können Sie prüfen, ob die Wunde Anzeichen einer Entzündung zeigt (starke Rötung, Schwellung, Pochen oder Eiter).
  • Frische Luft: Wenn die Wunde bereits einen stabilen Schorf gebildet hat und nicht mehr nässt, kann man das Pflaster oft ganz weglassen, damit die Wunde an der Luft fertig heilt.

4. Tipps für den Wechsel

  • Vorsichtig abziehen: Am besten in Haarwuchsrichtung und flach zur Haut wegziehen.
  • Wunde reinigen: Falls nötig, die Wunde kurz mit einem Wundspray desinfizieren, bevor das neue Pflaster draufkommt.
  • Nicht berühren: Das sterile Wundpad des neuen Pflasters nicht mit den Fingern berühren.

Wann zum Arzt? Wenn die Wunde sehr tief ist, stark klafft, sich entzündet (heiß wird, pocht) oder wenn Sie keinen aktuellen Tetanus-Schutz haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keinen ärztlichen Rat.