Was ist zu tun, wenn das Pflaster-Set keine passenden Reinigungstücher zur vorherigen Wundsäuberung enthält?
Wenn das Pflaster-Set keine Reinigungstücher enthält, ist das kein Grund zur Sorge. Es gibt mehrere sichere Alternativen, um eine Wunde vor dem Aufkleben des Pflasters zu säubern.
Hier ist die empfohlene Vorgehensweise:
1. Die beste Alternative: Fließendes Trinkwasser
Wenn die Wunde nur leicht verschmutzt ist (z. B. eine Schürfwunde), ist lauwarmes Leitungswasser (in Ländern mit Trinkwasserqualität) völlig ausreichend.
- Lassen Sie das Wasser sanft über die Wunde laufen, um Schmutzpartikel auszuspülen.
- Trocknen Sie die Umgebung der Wunde (nicht die Wunde selbst!) vorsichtig mit einem sauberen, fusselfreien Tuch ab, damit das Pflaster hält.
2. Kochsalzlösung (NaCl 0,9 %)
Falls Sie eine Hausapotheke haben, ist eine sterile Kochsalzlösung ideal. Sie brennt nicht und reinigt die Wunde sehr schonend.
3. Alkoholfreies Wundspray
Falls vorhanden, ist ein Wunddesinfektionsspray (z. B. mit den Wirkstoffen Octenidin oder Polyhexanid) sogar besser als Reinigungstücher. Es desinfiziert schmerzfrei und kann direkt auf die Wunde gesprüht werden.
4. Was Sie vermeiden sollten:
- Kein Alkohol oder Spiritus direkt in die Wunde: Das brennt extrem und kann die Wundheilung verzögern, da das Gewebe geschädigt wird.
- Keine Watte verwenden: Watte fusselt und verklebt mit der Wunde. Nutzen Sie stattdessen eine sterile Kompresse oder ein fusselfreies Tuch.
- Nicht pusten: Durch das Pusten gelangen Bakterien aus dem Mund direkt in die offene Wunde.
- Keine Seife oder Duschgel: Diese reizen die Wunde unnötig.
Zusammenfassung: So gehen Sie vor
- Hände waschen, bevor Sie die Wunde versorgen.
- Wunde mit Trinkwasser oder Wundspray reinigen.
- Die Haut um die Wunde herum trocknen, damit der Kleber des Pflasters haftet.
- Pflaster aufkleben, ohne die Wundauflage mit den Fingern zu berühren.
Wann zum Arzt? Wenn die Wunde sehr tief ist, stark klafft, stark verschmutzt ist (z. B. durch Erde oder Glas) oder Sie keinen ausreichenden Tetanus-Schutz haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.