Wie vermeidet man Blasen an den Händen bei der Nutzung einer Gartenschere?

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Blasen an den Händen entstehen durch Reibung, Druck und Feuchtigkeit (Schweiß). Um dies beim Schneiden im Garten zu verhindern, gibt es verschiedene Strategien, die beim Werkzeug, der Ausrüstung und der Technik ansetzen.

Hier sind die effektivsten Tipps:

1. Die Wahl der richtigen Schere

Das Werkzeug ist der entscheidende Faktor. Eine schlechte Schere zwingt Sie zu mehr Kraftaufwand, was die Reibung erhöht.

  • Rollgriff-Scheren: Dies ist der wichtigste Tipp für Vielschnitt-Arbeiten. Bei diesen Scheren dreht sich der untere Griff beim Schließen mit der Hand mit. Das verhindert fast jegliche Reibung zwischen Haut und Kunststoff.
  • Ergonomie und Größe: Achten Sie darauf, dass die Schere zu Ihrer Handgröße passt. Es gibt Modelle für kleine und große Hände sowie für Linkshänder. Eine zu große Schere führt zu einer verkrampften Haltung.
  • Gummierte Griffe: Achten Sie auf weiche, rutschfeste Griffe (Softgrip), die Druckstellen abfedern.

2. Die Schere pflegen (Scharfe Klingen)

  • Schärfen: Eine stumpfe Schere erfordert viel mehr Druck aus der Handfläche. Je schärfer die Klinge, desto müheloser der Schnitt und desto geringer die Belastung für die Haut.
  • Ölen: Sorgen Sie dafür, dass das Gelenk der Schere gut geölt ist, damit sie leichtgängig öffnet und schließt.

3. Passende Handschuhe tragen

Handschuhe sind die erste Barriere gegen Reibung, aber sie müssen richtig sitzen:

  • Keine Falten: Der Handschuh muss wie eine zweite Haut sitzen. Falten im Material sind oft selbst die Ursache für Blasen.
  • Material: Lederhandschuhe sind robust und bieten guten Schutz, können aber bei Nässe hart werden. Textilhandschuhe mit Nitril-Beschichtung an den Handflächen sind oft flexibler und atmungsaktiver.
  • Trockenheit: Sobald die Handschuhe durch Schweiß oder Wasser feucht werden, weicht die Haut auf und wird extrem anfällig für Blasen. Wechseln Sie die Handschuhe zwischendurch.

4. Direkter Schutz der Haut

Wenn Sie wissen, dass Sie empfindliche Stellen haben (meist am Daumenballen oder an der Innenseite der Finger):

  • Anti-Blasen-Stick oder Hirschtalg: Reiben Sie die gefährdeten Stellen vorher mit einem Anti-Blasen-Stick oder einer fettigen Creme wie Hirschtalg ein. Das reduziert die Reibung.
  • Tape oder Pflaster: Kleben Sie gefährdete Stellen präventiv mit einem breiten Textil-Leukotape oder speziellen Blasenpflastern ab, bevor die Arbeit beginnt. Das Tape übernimmt dann die Reibung anstelle der Haut.
  • Babypuder: Ein wenig Puder in den Handschuhen hält die Hände länger trocken.

5. Die richtige Technik und Pausen

  • Pausen machen: Blasen kündigen sich meist durch ein "Brennen" an. Sobald Sie eine heiße Stelle spüren: Aufhören, die Hand kühlen und die Stelle abkleben.
  • Griff variieren: Versuchen Sie, den Druck beim Schneiden nicht immer exakt auf dieselbe Stelle auszuüben.
  • Zweihändig arbeiten: Bei dickeren Ästen lieber eine Astschere mit langen Hebeln nutzen, statt die Kraft aus einer Hand in der kleinen Gartenschere zu erzwingen.

Zusammenfassend: Die Kombination aus einer Rollgriff-Schere, scharfen Klingen und gut sitzenden Handschuhen ist der beste Schutz gegen schmerzhafte Blasen.

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