Wie vermeidet man schmerzhafte Blasen an den Händen bei der Nutzung einer manuellen Heckenschere?
Melden
Schmerzhafte Blasen entstehen durch Reibung, Hitze und Feuchtigkeit. Bei der Arbeit mit einer manuellen Heckenschere ist die Belastung besonders hoch, da man repetitive Greif- und Schneidbewegungen ausführt.
Hier sind die effektivsten Strategien, um Blasen zu vermeiden:
1. Die richtige Ausrüstung
- Passgenaue Handschuhe: Das ist der wichtigste Punkt. Die Handschuhe dürfen nicht rutschen, denn Reibung zwischen Haut und Handschuh verursacht Blasen. Ideal sind Arbeitshandschuhe mit gepolsterten Innenflächen (oft aus Leder oder speziellen Synthetikmaterialien), die Vibrationen und Druck dämpfen.
- Gute Ergonomie der Schere: Achte auf eine Heckenschere mit Stoßdämpfern (Gummipuffer zwischen den Griffen). Diese verhindern, dass der Schlag beim Schließen der Schere direkt auf deine Gelenke und die Haut übertragen wird.
- Gepolsterte Griffe: Falls deine Schere harte Holz- oder Kunststoffgriffe hat, kannst du diese mit Griffband (aus dem Tennis- oder Fahrradbedarf) umwickeln, um sie weicher und griffiger zu machen.
2. Hautschutz-Vorbereitung
- Hirschtalg oder Vaseline: Reibe deine Hände vor der Arbeit mit Hirschtalgcreme ein. Dies macht die Haut geschmeidig und reduziert die Reibung massiv. Wanderer nutzen diesen Trick seit Jahrzehnten.
- Taping: Wenn du weißt, an welchen Stellen du empfindlich bist (meist am Ballen unter den Fingern oder am Daumen), klebe diese Stellen präventiv mit Sporttape (Leukotape) ab. Das Tape übernimmt die Reibung, die sonst auf die Haut gehen würde.
- Trockenheit: Feuchte Haut ist weicher und anfälliger für Blasen. Wenn du ohne Handschuhe arbeitest, kann Babypuder helfen, die Hände trocken zu halten.
3. Die richtige Technik
- Nicht zu fest zudrücken: Viele Menschen umklammern die Griffe viel fester als nötig. Versuche, den Griff locker, aber sicher zu halten.
- Scharfe Klingen: Eine stumpfe Schere erfordert viel mehr Kraftaufwand. Je mehr Kraft du aufwenden musst, desto höher ist der Druck auf die Handflächen. Schleife und öle die Schere vor dem Einsatz.
- Aus dem ganzen Körper arbeiten: Nutze nicht nur die Kraft deiner Finger und Handgelenke, sondern bewege die Schere aus den Armen und dem Schultergürtel heraus.
4. Pausenmanagement
- Frühzeitig stoppen: Sobald du ein „Brennen“ oder eine Rötung spürst (den sogenannten „Hot Spot“), solltest du sofort aufhören. Das ist das Warnsignal, bevor die Blase entsteht.
- Positionswechsel: Wechsle zwischendurch die Handhaltung oder lockere die Hände auf, um die einseitige Belastung zu unterbrechen.
Zusammenfassung für den nächsten Einsatz:
- Schere schärfen.
- Hände mit Hirschtalg eincremen.
- Eng anliegende, gepolsterte Handschuhe anziehen.
- Bei den ersten Anzeichen von Brennen eine Pause machen oder die Stelle tapen.