Eignet sich jede Margarine gleichermaßen zum Backen und Braten?

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Nein, nicht jede Margarine eignet sich gleichermaßen zum Backen und Braten. Der Hauptunterschied liegt im Fett- und Wassergehalt sowie in der Hitzebeständigkeit der verwendeten Öle.

Hier ist eine Übersicht, worauf Sie achten sollten:

1. Zum Braten

Beim Braten entstehen hohe Temperaturen. Hier ist die Zusammensetzung entscheidend:

  • Vollfett-Margarine (ca. 80 % Fett): Sie eignet sich in der Regel gut zum Braten. Sie hat einen höheren Rauchpunkt und spritzt weniger.
  • Halbfett- oder Light-Margarine (ca. 39–60 % Fett): Diese sind ungeeignet zum Braten. Da sie einen sehr hohen Wasseranteil haben, spritzen sie extrem, wenn sie in die heiße Pfanne kommen. Zudem verbrennen sie schneller, da der hohe Wasseranteil die Temperaturkontrolle erschwert und die Eiweißanteile/Emulgatoren im Wasser verbrennen können.
  • Pflanzencremes (flüssig): Diese sind speziell zum Braten konzipiert. Sie enthalten oft weniger Wasser und sind hitzestabil.

2. Zum Backen

Auch beim Backen spielt der Wassergehalt die wichtigste Rolle:

  • Standard-Backmargarine: Sie ist so zusammengesetzt, dass sie ähnliche Eigenschaften wie Butter hat. Sie sorgt für eine gute Bindung und Stabilität des Teigs.
  • Halbfett-Margarine: Sie ist für viele Backrezepte problematisch. Da sie mehr Wasser enthält, verändert sie das Mischverhältnis der Zutaten. Der Teig kann zu flüssig werden, Gebäck geht oft nicht richtig auf oder wird zäh statt mürbe. Wenn Sie Halbfettmargarine verwenden möchten, müssen Sie meist das Rezept anpassen (weniger Flüssigkeit hinzufügen), was jedoch schwierig einzuschätzen ist.
  • Geschmack: Manche Margarinesorten haben ein starkes Eigenaroma (z. B. Sonnenblumen- oder Olivenölmargarine), das bei feinem Gebäck wie Biskuits störend wirken kann. Hier empfiehlt sich spezielle Backmargarine mit dezentem oder leichtem Butteraroma.

3. Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  1. Der Fettgehalt: Schauen Sie auf die Verpackung. Für beste Ergebnisse beim Backen und Braten sollte der Fettgehalt bei mindestens 70 % bis 80 % liegen.
  2. Der Verwendungszweck: Viele Hersteller schreiben direkt auf die Packung: "Ideal zum Backen, Braten und Kochen" oder "Nur als Brotaufstrich geeignet".
  3. Hitzestabilität: Wenn Sie sehr scharf anbraten wollen (z. B. Fleisch), ist Margarine generell weniger geeignet als reines Pflanzenöl oder Butterschmalz, da die enthaltenen Emulgatoren und Milcheiweißanteile bei sehr hohen Temperaturen verbrennen.

Zusammenfassung

  • Braten: Nur Vollfett-Margarine oder spezielle Bratcremes verwenden. Keine Light-Produkte!
  • Backen: Klassische Backmargarine oder Vollfett-Produkte verwenden. Halbfett-Produkte machen den Teig oft matschig oder instabil.
  • Brotzeit: Hierfür sind Light- und Halbfett-Margarinen (sowie Sorten mit Olivenöl oder Algenöl) ideal, da sie sich gut streichen lassen und weniger Kalorien haben.