Bietet der Tresor einen zertifizierten Brandschutz für Dokumente oder Datenträger?

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Um Ihre Frage präzise beantworten zu können, müsste ich wissen, um welches Tresor-Modell es sich handelt. Da mir die Produktbezeichnung fehlt, erkläre ich Ihnen hier, worauf Sie achten müssen und wie Sie den zertifizierten Brandschutz erkennen:

1. Der Unterschied zwischen Dokumenten und Datenträgern

Das ist der wichtigste Punkt: Brandschutz für Papier ist nicht gleich Brandschutz für Datenträger.

  • Papier (Dokumente): Hält Temperaturen bis ca. 170 °C aus, bevor es verkohlt.
  • Datenträger (USB-Sticks, Festplatten, CDs): Werden bereits ab ca. 50–55 °C und hoher Luftfeuchtigkeit zerstört.

Ein Tresor, der nur für Papier zertifiziert ist, schützt Ihre digitalen Daten im Brandfall meist nicht.

2. Die gängigen Zertifizierungen

Achten Sie in der Produktbeschreibung auf folgende Normen (meist nach EN 15659 oder EN 1047-1):

  • LFS 30 P / LFS 60 P: Leichter Brandschutz für Papier (30 bzw. 60 Minuten).
  • S 60 P / S 120 P: Hochwertiger Brandschutz für Papier (60 bzw. 120 Minuten bei über 1000 °C Außentemperatur).
  • S 60 DIS / S 120 DIS: Spezieller Brandschutz für Datenträger (Digital Media). Diese Tresore halten die Innentemperatur unter 50 °C.

3. Woran erkenne ich die Zertifizierung?

Ein zertifizierter Tresor hat auf der Innenseite der Tür eine Plakette (meist von der VdS oder ECB-S). Steht dort nur eine Sicherheitsstufe für Diebstahlschutz (z. B. Widerstandsgrad 0 oder I nach EN 1143-1), bedeutet das nicht automatisch, dass auch ein zertifizierter Brandschutz vorliegt. Viele Tresore bieten nur einen "leichten Feuerschutz nach DIN 4102" (Brandschutzisolierung), was jedoch keine echte Zertifizierung mit Brandprüfung ist.

Zusammenfassung:

  • Für Dokumente: Suchen Sie nach "LFS 30/60 P" oder "S 60/120 P".
  • Für Festplatten/USB-Sticks: Suchen Sie zwingend nach dem Zusatz "DIS".

Wenn Sie mir den Namen oder den Link des Tresors nennen, schaue ich gerne direkt für Sie in den Spezifikationen nach!