Aus welchen Rohstoffen wird herkömmliches Toilettenpapier hergestellt?

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Herkömmliches Toilettenpapier wird primär aus zwei verschiedenen Rohstoffquellen hergestellt: Frischfasern (aus Holz) oder Recyclingfasern (aus Altpapier).

Hier sind die Details zu den verwendeten Rohstoffen:

1. Frischfasern (Zellstoff)

Das meiste konventionelle, besonders weiche Toilettenpapier besteht aus neu gewonnenem Zellstoff. Dieser wird aus Holz gewonnen.

  • Holzarten: Es wird meist eine Mischung aus Kurz- und Langfasern verwendet.
    • Nadelhölzer (z. B. Fichte, Kiefer): Liefern lange Fasern, die dem Papier Reißfestigkeit und Stabilität verleihen.
    • Laubhölzer (z. B. Birke, Eukalyptus): Liefern kurze Fasern, die für die besondere Weichheit und Saugfähigkeit verantwortlich sind.
  • Herkunft: Das Holz stammt oft aus Skandinavien, Brasilien oder Nordamerika. Achten Sie auf Siegel wie FSC oder PEFC für nachhaltige Forstwirtschaft.

2. Recyclingfasern (Altpapier)

Recycling-Toilettenpapier wird aus aufbereitetem Altpapier gewonnen.

  • Rohstoffquelle: Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge oder Büropapier.
  • Aufbereitung: Das Altpapier wird zerkleinert, mit Wasser vermischt und von Fremdstoffen (wie Druckerfarbe, Kleberesten oder Kunststoffpartikeln) gereinigt (De-Inking-Verfahren).
  • Vorteil: Es schont Ressourcen (Holz, Wasser und Energie). Das bekannteste Siegel hierfür ist der „Blaue Engel“.

3. Hilfs- und Zusatzstoffe

Neben den Papierfasern werden im Herstellungsprozess verschiedene Chemikalien und Stoffe eingesetzt:

  • Wasser: Der wichtigste Trägerstoff im Produktionsprozess (der größte Teil wird im Kreislauf gereinigt und wiederverwendet).
  • Bleichmittel: Um das Papier weiß zu bekommen. Früher wurde Chlor verwendet, heute nutzt man meistens Sauerstoff oder Wasserstoffperoxid (chlorfrei gebleicht).
  • Nassfestmittel: Damit das Papier bei Kontakt mit Feuchtigkeit nicht sofort zerfällt, aber sich dennoch in der Kanalisation auflöst.
  • Duft- und Farbstoffe: Bei bedrucktem oder parfümiertem Papier kommen entsprechende Farbpigmente oder Duftöle hinzu.
  • Prägeleime: Damit die verschiedenen Lagen (2-lagig, 3-lagig etc.) zusammenhalten, werden oft kleine Mengen biologisch abbaubarer Leim verwendet.

Alternative Rohstoffe (Nischenprodukte)

In letzter Zeit gewinnen auch alternative Rohstoffe an Bedeutung, die jedoch noch nicht als „herkömmlich“ im Sinne der Massenware gelten:

  • Bambus: Wächst extrem schnell nach und hat sehr feste Fasern.
  • Stroh: Ein Abfallprodukt aus der Landwirtschaft, das zunehmend für die Papierherstellung entdeckt wird.
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