Wie man die WENN-Funktion in Excel nutzt: Ein Schritt-für-Schritt-Tutorial

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Die WENN-Funktion ist eine der am häufigsten verwendeten Funktionen in Excel. Sie ermöglicht es dir, logische Vergleiche zwischen einem aktuellen Wert und einem erwarteten Wert anzustellen. Vereinfacht gesagt: „Wenn etwas wahr ist, dann tu dies, ansonsten tu das.“

In diesem Tutorial lernst du den Aufbau und die Anwendung dieser unverzichtbaren Funktion.


1. Die Syntax der WENN-Funktion

Bevor wir in die Beispiele gehen, schauen wir uns an, wie die Formel aufgebaut ist:

=WENN(Prüfung; Dann_Wert; Sonst_Wert)

  • Prüfung (erforderlich): Die Bedingung, die du testen möchtest (z. B. A1 > 10).
  • Dann_Wert (erforderlich): Das Ergebnis, das angezeigt werden soll, wenn die Prüfung wahr ist.
  • Sonst_Wert (optional): Das Ergebnis, das angezeigt werden soll, wenn die Prüfung falsch ist.

2. Ein einfaches Beispiel: Bestanden oder Nicht Bestanden

Stell dir vor, du hast eine Liste mit Schülern und deren Punktzahlen in Zelle B2. Die Bestehensgrenze liegt bei 50 Punkten.

  1. Klicke in die Zelle, in der das Ergebnis stehen soll (z. B. C2).
  2. Gib folgende Formel ein: =WENN(B2>=50; "Bestanden"; "Nicht bestanden")
  3. Drücke die Enter-Taste.

Erklärung: Excel prüft, ob der Wert in B2 größer oder gleich 50 ist. Wenn ja, schreibt Excel "Bestanden". Wenn der Wert kleiner als 50 ist, erscheint "Nicht bestanden".

Hinweis: Text innerhalb einer Formel muss immer in Anführungszeichen (") gesetzt werden.


3. Beispiel mit Berechnungen: Rabatt gewähren

Du kannst die WENN-Funktion auch nutzen, um mathematische Berechnungen durchzuführen. Angenommen, Kunden erhalten 10 % Rabatt, wenn sie für mehr als 100 € einkaufen. Der Einkaufswert steht in Zelle A2.

=WENN(A2>100; A2*0,9; A2)

Erklärung:

  • Ist A2 größer als 100?
  • Falls ja: Multipliziere den Wert mit 0,9 (das entspricht 10 % Rabatt).
  • Falls nein: Gib einfach den ursprünglichen Wert aus A2 ohne Abzug aus.

4. Verschachtelte WENN-Funktionen (Mehrere Bedingungen)

Manchmal reicht eine einzige Prüfung nicht aus. In diesem Fall kannst du mehrere WENN-Funktionen ineinander verschachteln.

Beispiel: Bewertung von Noten

  • Ab 90 Punkten: "Sehr gut"
  • Ab 70 Punkten: "Gut"
  • Unter 70 Punkten: "Nachbesserung"

=WENN(B2>=90; "Sehr gut"; WENN(B2>=70; "Gut"; "Nachbesserung"))

So liest Excel das: Zuerst wird die erste Bedingung geprüft. Ist sie wahr, stoppt Excel. Wenn nicht, springt Excel in den „Sonst-Teil“, wo sofort die nächste WENN-Prüfung startet.


5. Häufige Fehler vermeiden

  • Semikolon vergessen: Achte darauf, die einzelnen Teile der Formel mit einem Semikolon (;) zu trennen.
  • Anführungszeichen: Text muss in "Text", Zahlen hingegen ohne Anführungszeichen geschrieben werden (z. B. 100).
  • Klammern: Achte darauf, dass jede geöffnete Klammer auch wieder geschlossen wird – besonders bei verschachtelten Funktionen.

Zusammenfassung der Vergleichsoperatoren

Für die „Prüfung“ in deiner WENN-Funktion kannst du folgende Zeichen nutzen:

  • = gleich
  • <> ungleich
  • > größer als
  • < kleiner als
  • >= größer oder gleich
  • <= kleiner oder gleich

Mit diesem Wissen kannst du nun beginnen, deine Tabellen mit logischen Entscheidungen zu automatisieren!

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