Tutorial: Windows Update Fehler 0xc1900101, 0x30018 & 0x20017 beheben

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, um die hartnäckigen Windows-Update-Fehler 0xc1900101, 0x30018, 0x20017 oder das Hängenbleiben bei 40 % zu beheben.


Diese Fehler treten meistens bei Funktions-Updates (z. B. von Windows 10 auf 11 oder bei großen Build-Updates) auf. Der Fehlercode 0xc1900101 ist ein generischer Rollback-Fehler, der fast immer auf inkompatible Treiber oder Sicherheitssoftware hinweist. Wenn das Update bei 40 % stoppt, versucht Windows meist gerade, Treiber zu migrieren, und scheitert dabei.

Schritt 1: Hardware-Vorbereitung (Sehr wichtig!)

Bevor Sie Software-Einstellungen ändern, bereinigen Sie die physischen Verbindungen:

  1. Alle USB-Geräte entfernen: Trennen Sie alles außer Maus und Tastatur (keine externen Festplatten, Drucker, Webcams oder Gamepads).
  2. Zusätzliche Festplatten: Wenn möglich, klemmen Sie sekundäre HDDs/SSDs intern ab, sodass nur das Systemlaufwerk aktiv ist.
  3. WLAN vs. LAN: Wenn möglich, nutzen Sie ein LAN-Kabel statt WLAN für das Update.

Schritt 2: Drittanbieter-Antivirensoftware deinstallieren

Fehler wie 0x30018 werden oft durch externe Virenscanner (Avast, Norton, Kaspersky, Bitdefender etc.) verursacht, da diese tief in das System eingreifen und den Update-Prozess blockieren.

  • Deaktivieren reicht oft nicht aus. Deinstallieren Sie die Software komplett über die Systemsteuerung.
  • Keine Sorge: Der Windows Defender schützt Sie währenddessen automatisch.
  • Nach dem erfolgreichen Windows-Update können Sie Ihr Programm wieder installieren.

Schritt 3: Speicherplatz und Dateisystem prüfen

Stellen Sie sicher, dass mindestens 30 GB freier Speicher auf Laufwerk C: vorhanden sind.

  1. Drücken Sie Windows-Taste + E, Rechtsklick auf Laufwerk C: -> Eigenschaften -> Bereinigen.
  2. Klicken Sie auf Systemdateien bereinigen und wählen Sie alles aus (besonders "Vorherige Windows-Installationen").

Schritt 4: Systemdateien reparieren (SFC und DISM)

Beschädigte Systemdateien führen oft zum Abbruch bei 40 %.

  1. Suchen Sie nach cmd, Rechtsklick -> Als Administrator ausführen.
  2. Geben Sie nacheinander folgende Befehle ein und bestätigen Sie jeden mit Enter (warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist):
    • dism /online /cleanup-image /restorehealth
    • sfc /scannow
  3. Starten Sie den PC neu.

Schritt 5: Windows Update Komponenten zurücksetzen

Wenn das Update-Backend beschädigt ist, hilft ein Reset:

  1. Öffnen Sie wieder die Eingabeaufforderung als Administrator.
  2. Stoppen Sie die Update-Dienste mit diesen Befehlen:
    • net stop wuauserv
    • net stop cryptSvc
    • net stop bits
    • net stop msiserver
  3. Benennen Sie die Update-Ordner um:
    • ren C:\Windows\SoftwareDistribution SoftwareDistribution.old
    • ren C:\Windows\System32\catroot2 catroot2.old
  4. Starten Sie die Dienste wieder:
    • net start wuauserv (usw. für alle oben genannten Dienste).

Schritt 6: Treiber aktualisieren (Fokus auf Grafik & Chipsatz)

Der Fehler 0x20017 deutet oft auf einen Treiberdefekt während der Boot-Phase hin.

  1. Besuchen Sie die Website Ihres Mainboard- oder Laptop-Herstellers.
  2. Installieren Sie den neuesten Chipsatz-Treiber und den neuesten Grafikkartentreiber (Nvidia/AMD/Intel).
  3. Prüfen Sie im Geräte-Manager (Rechtsklick auf Start), ob gelbe Ausrufezeichen vorhanden sind. Falls ja: Treiber aktualisieren oder Gerät deaktivieren.

Schritt 7: Der "Saubere Neustart" (Clean Boot)

Um Konflikte mit Hintergrundprogrammen zu vermeiden:

  1. Drücken Sie Windows + R, geben Sie msconfig ein.
  2. Reiter Dienste: Setzen Sie den Haken bei Alle Microsoft-Dienste ausblenden.
  3. Klicken Sie auf Alle deaktivieren.
  4. Reiter Autostart: Klicken Sie auf Task-Manager öffnen und deaktivieren Sie dort alle Einträge.
  5. Starten Sie den PC neu und versuchen Sie das Update erneut.

Schritt 8: Die ultimative Lösung – Das Media Creation Tool

Wenn Windows Update über die Einstellungen immer noch scheitert:

  1. Laden Sie das Media Creation Tool (für Windows 10 oder 11) von der Microsoft-Webseite herunter.
  2. Wählen Sie beim Start "Jetzt Upgrade für diesen PC ausführen".
  3. Wählen Sie "Persönliche Dateien und Apps behalten".
    • Hinweis: Diese Methode ist weitaus stabiler als das normale Windows Update über die Einstellungen, da das komplette Systemabbild überschrieben wird, ohne Ihre Daten zu löschen.

Zusammenfassung: Meistens ist ein angeschlossenes USB-Gerät oder ein externes Antivirenprogramm die Ursache für den Stopp bei 40 %. Wenn Sie diese entfernen und das Update über das Media Creation Tool starten, liegt die Erfolgsquote bei fast 100 %.

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