Tutorial: Spalten in Zeilen umwandeln mit Power Query für den Datenbank-Upload
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du Gehaltsdaten in Excel von einem „breiten“ Format (Spalten für Monate/Kategorien) in ein „hohes“ Format (Zeilen für die Datenbank) umwandelst.
In der Buchhaltung oder Personalabteilung liegen Gehälter oft in einer Matrix vor: Ein Mitarbeiter pro Zeile und die Gehaltskomponenten oder Monate in den Spalten. Datenbanken (wie SQL, Power BI oder ERP-Systeme) benötigen die Daten jedoch meist im „Long Format“, bei dem jeder Wert eine eigene Zeile hat.
Das Ziel
- Ausgangslage: Spalten für Mitarbeiter, Abteilung, Jan, Feb, März...
- Ergebnis: Spalten für Mitarbeiter, Abteilung, Monat, Betrag.
Schritt 1: Daten in eine Tabelle umwandeln
Damit Power Query optimal arbeitet, sollte dein Datenbereich als „Formatierte Tabelle“ vorliegen.
- Markiere deinen Datenteil in Excel.
- Drücke Strg + T (oder Einfügen > Tabelle).
- Bestätige, dass die Tabelle Überschriften hat.
Schritt 2: Daten in Power Query laden
- Klicke irgendwo in deine neue Tabelle.
- Gehe im Menüband auf den Reiter Daten.
- Wähle Aus Tabelle/Bereich. Der Power Query-Editor öffnet sich in einem neuen Fenster.
Schritt 3: Den Befehl „Entpivotieren“ (Unpivot) anwenden
Dies ist der wichtigste Schritt. Wir möchten die Spalten, die fest bleiben sollen (z. B. Name, ID, Abteilung), fixieren und alle anderen in Zeilen „stürzen“.
- Markiere die Spalten, die nicht verändert werden sollen (z. B.
NameundAbteilung). Halte dabei die Strg-Taste gedrückt. - Mache einen Rechtsklick auf eine der markierten Spaltenüberschriften.
- Wähle Andere Spalten entpivotieren.
- Warum diese Option? Wenn du später neue Monate (z. B. April, Mai) zu deiner Excel-Tabelle hinzufügst, erkennt Power Query diese automatisch, ohne dass du die Abfrage ändern musst.
Schritt 4: Spalten umbenennen und Datentypen anpassen
Nach dem Entpivotieren hat Power Query zwei neue Spalten erstellt: Attribut (die ehemaligen Spaltenüberschriften) und Wert.
- Doppelklicke auf
Attributund benenne die Spalte um (z. B. in Monat oder Lohnart). - Doppelklicke auf
Wertund benenne sie in Betrag oder Gehalt um. - Datentypen prüfen: Klicke auf das kleine Symbol links neben der Spaltenüberschrift (z. B. „ABC“ oder „123“).
- Stelle
Betragauf Währung oder Dezimalzahl. - Stelle
Monatauf Text.
- Stelle
Schritt 5: Daten zurück nach Excel laden
- Klicke im Reiter Start auf Schließen & laden.
- Power Query erstellt ein neues Tabellenblatt mit deinen transformierten Daten.
Warum ist das wichtig für den Datenbank-Upload?
Datenbanken arbeiten nach dem Prinzip der Normalisierung. Eine Spalte sollte immer nur eine Art von Information enthalten.
- Falsch für Datenbank: Spalten „Januar“, „Februar“, „März“. (Hier ist die Information „Zeit“ über mehrere Spalten verteilt).
- Richtig für Datenbank: Eine Spalte „Datum/Monat“ und eine Spalte „Wert“.
Profi-Tipp: Dynamik nutzen
Solltest du in deiner Originaltabelle am nächsten Tag neue Mitarbeiter hinzufügen oder weitere Gehaltsspalten ergänzen, musst du lediglich in deiner Ergebnis-Tabelle Rechtsklick > Aktualisieren wählen. Power Query wiederholt alle Schritte automatisch.
Hinweis: Jahreszahlen wurden in diesem Tutorial bewusst ignoriert, um den Fokus auf die strukturelle Transformation der Gehaltskomponenten zu legen.