Schreib-Profi werden: So nutzt du den Microsoft Editor in Word (Update 2024)
Hier ist ein aktuelles Tutorial zur Nutzung des Microsoft Editors in Word für Microsoft 365. Der Editor hat sich in den letzten Jahren von einer einfachen Rechtschreibprüfung zu einem umfassenden, KI-gestützten Schreibassistenten entwickelt.
Der Microsoft Editor ist weit mehr als nur eine rote Wellenlinie unter Tippfehlern. Er analysiert deinen Schreibstil, gibt Tipps zur Lesbarkeit und hilft dir sogar dabei, Plagiate zu vermeiden. In diesem Tutorial erfährst du, wie du das Beste aus diesem Tool herausholst.
1. Den Editor öffnen
Es gibt drei Wege, um den Editor in Word für Microsoft 365 zu starten:
- Registerkarte Start: Klicke ganz rechts im Menüband auf das Icon „Editor“.
- Registerkarte Überprüfen: Auch hier findest du die Schaltfläche „Editor“ ganz links.
- Tastenkürzel: Drücke einfach F7 auf deiner Tastatur.
Sobald du darauf klickst, öffnet sich am rechten Bildschirmrand die Editor-Konsole.
2. Der Editor-Score: Dein Überblick
Ganz oben in der Konsole siehst du den Editor-Score in Prozent. Dieser Wert zeigt dir, wie gut dein Dokument basierend auf den gewählten Kriterien optimiert ist.
- Ziel: Versuche, so nah wie möglich an die 100 % heranzukommen.
- Der Score aktualisiert sich in Echtzeit, während du Korrekturen vornimmst.
3. Korrekturen vs. Verfeinerungen
Der Editor unterscheidet zwischen Fehlern und Stilverbesserungen:
A. Korrekturen (Grundlagen)
- Rechtschreibung: Klassische Tippfehler (rote Unterstreichung).
- Grammatik: Fehler im Satzbau oder bei der Zeichensetzung (blaue Unterstreichung).
B. Verfeinerungen (Der Profi-Schliff)
Hier zeigt der Editor sein wahres Potenzial. Er gibt dir Hinweise zu:
- Klarheit: Unverständliche Formulierungen vereinfachen.
- Prägnanz: Überflüssige Wörter (Füllwörter) entfernen.
- Formalität: Umgangssprache in professionellen Dokumenten vermeiden.
- Inklusivität: Hinweise auf geschlechtergerechte oder neutrale Sprache.
Tipp: Klicke auf eine Kategorie (z. B. „Prägnanz“), um direkt zu den entsprechenden Stellen im Text zu springen und die Vorschläge mit einem Klick zu übernehmen.
4. Den Schreibstil anpassen
Nicht jeder Text muss gleich klingen. Du kannst dem Editor sagen, welche Art von Dokument du gerade schreibst:
- Klicke in der Editor-Konsole auf Einstellungen (Zahnrad-Symbol oder ganz unten unter „Einstellungen“).
- Wähle unter Schreibstil aus Optionen wie:
- Formal: Für offizielle Briefe oder Berichte.
- Professionell: Für den geschäftlichen Alltag.
- Zwanglos: Für persönlichere Texte.
- Der Editor passt seine Vorschläge automatisch an das gewählte Niveau an.
5. Ähnlichkeitsprüfung (Plagiatscheck)
Ein exklusives Feature für Microsoft 365 Abonnenten ist die Ähnlichkeitsprüfung.
- Klicke in der Editor-Konsole unter „Ähnlichkeit“ auf „Auf Ähnlichkeit mit Onlinequellen prüfen“.
- Word vergleicht deinen Text mit Milliarden von Webseiten.
- Wenn Übereinstimmungen gefunden werden, zeigt dir der Editor die Quelle an und hilft dir, ein korrektes Zitat einzufügen.
6. Textvorhersagen nutzen
Während du tippst, schlägt Word oft Wörter oder ganze Satzteile in grauer Schrift vor.
- Wenn dir der Vorschlag gefällt, drücke die Tab-Taste, um ihn zu übernehmen.
- Diese Funktion lernt mit der Zeit deinen persönlichen Schreibstil kennen.
- Aktivierung: Unter Datei > Optionen > Erweitert > Bearbeitungsoptionen > Textvorhersagen während der Eingabe anzeigen.
7. Der Editor in anderen Sprachen
Schreibst du einen englischen oder französischen Text? Der Editor erkennt dies meist automatisch. Falls nicht:
- Markiere den Text.
- Klicke unten in der Statusleiste auf die Sprache (z. B. Deutsch).
- Wähle die korrekte Sprache aus und setze das Häkchen bei „Rechtschreibung und Grammatik nicht prüfen“ auf aus.
Fazit
Der Microsoft Editor ist dein persönlicher Lektor. Nutze ihn nicht nur für die Rechtschreibung, sondern achte besonders auf die Verfeinerungen. Sie machen den Unterschied zwischen einem „okayen“ Text und einem wirklich überzeugenden Dokument aus.
Pro-Tipp: Den Editor gibt es auch als Browser-Erweiterung für Chrome und Edge, sodass du die gleiche Unterstützung auch in E-Mails (Gmail/Outlook Web) oder auf Social Media erhältst!