Installation von VirtualBox unter Ubuntu LTS | Oracle VM VirtualBox
Hier ist ein ausführliches Tutorial zur Installation von VirtualBox auf Ubuntu LTS.
VirtualBox ist eine leistungsstarke Virtualisierungssoftware, mit der du mehrere Betriebssysteme (wie Windows, andere Linux-Distributionen oder macOS) gleichzeitig auf deinem Ubuntu-System ausführen kannst. In dieser Anleitung lernst du, wie du die aktuellste Version sicher installierst.
Voraussetzungen
- Ein installiertes Ubuntu LTS System.
- Ein Benutzerkonto mit sudo-Rechten (Administrator-Rechte).
- Eine aktive Internetverbindung.
Schritt 1: System aktualisieren
Bevor du mit der Installation beginnst, solltest du sicherstellen, dass deine Paketlisten und die installierte Software auf dem neuesten Stand sind. Öffne dazu das Terminal (Strg + Alt + T) und gib folgende Befehle ein:
sudo apt update && sudo apt upgrade -y
Schritt 2: Abhängigkeiten installieren
Damit VirtualBox korrekt funktioniert (insbesondere für Kernel-Module), müssen einige Zusatzpakete installiert sein. Gib dazu folgenden Befehl ein:
sudo apt install binutils pdf-viewer build-essential dkms libqt5core5a -y
Schritt 3: VirtualBox Repository hinzufügen
Es gibt zwei Wege: Die Installation über die Standard-Ubuntu-Quellen oder über das offizielle Repository von Oracle. Wir nutzen den Weg über Oracle, um immer die aktuellste Version zu erhalten.
1. GPG-Schlüssel importieren
Damit dein System der Software von Oracle vertraut, musst du den Sicherheitsschlüssel hinzufügen:
wget -q https://www.virtualbox.org/download/oracle_vbox_2016.asc -O- | sudo gpg --dearmor -o /usr/share/keyrings/oracle-virtualbox-2016.gpg
2. Repository zur Liste hinzufügen
Füge nun die Softwarequelle von VirtualBox zu deinem System hinzu:
echo "deb [arch=amd64 signed-by=/usr/share/keyrings/oracle-virtualbox-2016.gpg] http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian $(lsb_release -cs) contrib" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/virtualbox.list
Schritt 4: VirtualBox installieren
Nachdem die Quelle hinzugefügt wurde, musst du die Paketliste erneut aktualisieren und kannst dann VirtualBox installieren.
sudo apt update
sudo apt install virtualbox-7.0 -y
(Hinweis: Falls eine neuere Hauptversion verfügbar ist, ersetze die "7.0" durch die entsprechende Nummer).
Schritt 5: VirtualBox Extension Pack (Empfohlen)
Das Extension Pack erweitert VirtualBox um wichtige Funktionen wie USB 3.0 Unterstützung, RDP (Remote Desktop) und Festplattenverschlüsselung.
- Gehe auf die VirtualBox Download-Seite.
- Suche nach "VirtualBox Extension Pack" und klicke auf "All supported platforms".
- Öffne die heruntergeladene Datei mit VirtualBox oder installiere sie direkt im Programm unter:
- Datei -> Einstellungen -> Zusatzpakete (oder im Bereich "Tools" -> "Extensions").
Schritt 6: Benutzer zur Gruppe hinzufügen
Damit VirtualBox direkt auf USB-Geräte zugreifen kann, muss dein Benutzerkonto zur Gruppe vboxusers hinzugefügt werden:
sudo usermod -aG vboxusers $USER
Wichtig: Damit diese Änderung wirksam wird, musst du dich einmal aus- und wieder einloggen oder den Rechner neu starten.
Schritt 7: VirtualBox starten
Du kannst VirtualBox nun über das Terminal mit dem Befehl virtualbox starten oder einfach über das Anwendungsmenü deiner Ubuntu-Oberfläche nach "VirtualBox" suchen.
Bonus: Guest Additions (Gasterweiterungen)
Sobald du dein erstes virtuelles Betriebssystem (z.B. Windows) installiert hast, solltest du innerhalb der VM die Guest Additions installieren. Diese sorgen für:
- Bessere Grafikauflösung.
- Nahtlose Mauszeiger-Integration.
- Gemeinsame Zwischenablage (Copy & Paste zwischen Host und Gast).
- Gemeinsame Ordner.
Gehe dazu in der laufenden VM oben im Menü auf Geräte -> Gasterweiterungen einlegen und starte die Installation im Gast-System.
Viel Erfolg beim Erstellen deiner virtuellen Maschinen!