Fehlerbehebung: Windows Update „Etwas ist schiefgelaufen“
Hier ist ein ausführliches Tutorial, um den Windows Update-Fehler „Etwas ist schiefgelaufen. Versuchen Sie später, die Einstellungen erneut zu öffnen“ (englisch: Something went wrong. Try to reopen Settings later) zu beheben.
Dieser Fehler tritt häufig auf, wenn Windows-Update-Dienste deaktiviert sind, der Update-Cache beschädigt ist oder Systemdateien fehlen. Folgen Sie diesen Schritten nacheinander, um das Problem zu lösen.
Schritt 1: Windows-Problembehandlung ausführen
Windows verfügt über ein integriertes Tool, das Update-Fehler automatisch finden und reparieren kann.
- Drücken Sie die Windows-Taste + I, um die Einstellungen zu öffnen.
- Gehen Sie zu System > Problembehandlung (bei Windows 10: Update und Sicherheit > Problembehandlung).
- Klicken Sie auf Andere Problembehandlungen.
- Suchen Sie nach Windows Update und klicken Sie auf Ausführen.
- Folgen Sie den Anweisungen und starten Sie den PC danach neu.
Schritt 2: Windows Update-Dienste überprüfen
Oft ist der Fehler darauf zurückzuführen, dass notwendige Hintergrunddienste nicht laufen.
- Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie
services.mscein und drücken Sie Enter. - Suchen Sie in der Liste nach folgenden Diensten:
- Windows Update
- Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst (BITS)
- Kryptografiedienste
- Orchestrierungsdienst für Updates
- Klicken Sie jeweils mit der rechten Maustaste auf den Dienst und wählen Sie Eigenschaften.
- Stellen Sie den Starttyp auf Automatisch.
- Wenn der Dienst nicht läuft, klicken Sie auf Starten.
- Klicken Sie auf „Übernehmen“ und „OK“.
Schritt 3: Update-Cache (SoftwareDistribution) zurücksetzen
Wenn die heruntergeladenen Update-Dateien beschädigt sind, blockiert Windows den Zugriff auf die Update-Seite.
- Geben Sie cmd in die Windows-Suche ein.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung und wählen Sie Als Administrator ausführen.
- Geben Sie nacheinander folgende Befehle ein und bestätigen Sie jeden mit Enter (dies stoppt die Dienste kurzzeitig):
net stop wuauserv net stop cryptSvc net stop bits net stop msiserver - Geben Sie nun diesen Befehl ein, um den Ordner umzubenennen (dadurch erstellt Windows ihn neu):
ren C:\Windows\SoftwareDistribution SoftwareDistribution.old ren C:\Windows\System32\catroot2 catroot2.old - Starten Sie die Dienste nun wieder mit diesen Befehlen:
net start wuauserv net start cryptSvc net start bits net start msiserver - Schließen Sie das Fenster und versuchen Sie erneut, die Windows-Updates zu öffnen.
Schritt 4: Systemdateien reparieren (SFC & DISM)
Möglicherweise sind beschädigte Systemdateien die Ursache für den Fehler in der Einstellungs-App.
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung (CMD) als Administrator (wie in Schritt 3).
- Geben Sie folgenden Befehl ein und drücken Sie Enter:
sfc /scannowWarten Sie, bis der Vorgang zu 100 % abgeschlossen ist.
- Geben Sie danach diesen Befehl ein, um das Windows-Image zu reparieren:
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth - Starten Sie Ihren Computer neu.
Schritt 5: Den Windows Update-Dienst über die Registry reparieren (Profi-Tipp)
Falls der Update-Dienst komplett aus der Liste verschwunden ist oder sich nicht starten lässt:
- Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie
regeditein und drücken Sie Enter. - Navigieren Sie zu folgendem Pfad:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\wuauserv - Suchen Sie auf der rechten Seite den Eintrag Start.
- Doppelklicken Sie darauf und ändern Sie den Wert auf 2 (steht für "Automatisch").
- Starten Sie den PC neu.
Letzte Instanz: Windows Update Assistent
Wenn die Einstellungen immer noch nicht funktionieren, können Sie das Update manuell über die Microsoft-Website erzwingen, ohne die Einstellungs-App zu nutzen.
- Besuchen Sie die offizielle Microsoft Windows Download-Seite (oder Windows 10).
- Klicken Sie unter Installationsassistent für Windows auf Jetzt herunterladen.
- Starten Sie das Tool. Es wird Ihr System auf die neueste Version aktualisieren und dabei defekte Update-Komponenten reparieren.
Tipp: Überprüfen Sie auch, ob eine Drittanbieter-Antivirensoftware oder ein VPN die Verbindung zu den Microsoft-Servern blockiert. Deaktivieren Sie diese testweise.