Dokumente korrigieren und überarbeiten: So funktioniert das „Redlining“ in Microsoft Word
Hier ist ein umfassendes Tutorial, wie du die „Redlining“-Funktion (Änderungsnachverfolgung) in Microsoft Word effizient nutzt.
„Redlining“ ist ein Begriff, der ursprünglich aus der Rechtswelt stammt. Er beschreibt den Prozess, bei dem Änderungen an einem Dokument so markiert werden, dass jeder Leser sofort sieht, was hinzugefügt, gelöscht oder verschoben wurde. In Microsoft Word wird diese Funktion über die Option „Änderungen nachverfolgen“ gesteuert.
Schritt 1: Die Änderungsnachverfolgung aktivieren
Bevor du mit dem Bearbeiten beginnst, musst du Word mitteilen, dass jede Änderung aufgezeichnet werden soll.
- Öffne dein Dokument in Microsoft Word.
- Klicke in der oberen Menüleiste auf den Reiter Überprüfen.
- Klicke auf die Schaltfläche Änderungen nachverfolgen (das Symbol mit dem Blatt Papier und dem Stift).
- Tipp: Wenn die Schaltfläche farbig hinterlegt ist, ist die Funktion aktiv.
Ab jetzt wird jede Löschung durchgestrichen und jeder neue Text farbig (meist rot oder blau) unterstrichen dargestellt.
Schritt 2: Die Ansicht anpassen (Markup-Optionen)
Du kannst entscheiden, wie detailliert die Änderungen angezeigt werden sollen. Rechts neben der Schaltfläche „Änderungen nachverfolgen“ findest du ein Dropdown-Menü:
- Einfaches Markup: Zeigt eine saubere Version des Textes mit einer roten Linie am linken Rand, wo Änderungen vorgenommen wurden.
- Alle Markups: Zeigt jede einzelne Änderung (Durchstreichungen, Unterstreichungen) im Detail an.
- Kein Markup: Zeigt das Dokument so an, als wären alle Änderungen bereits übernommen worden (hilfreich zum flüssigen Lesen).
- Original: Zeigt das Dokument im Ursprungszustand vor der Bearbeitung.
Schritt 3: Kommentare hinzufügen
Manchmal reicht eine Textänderung nicht aus, und du möchtest erklären, warum du etwas geändert hast.
- Markiere das Wort oder den Satzabschnitt.
- Klicke im Reiter Überprüfen auf Neuer Kommentar.
- Schreibe deine Anmerkung in das Feld am rechten Seitenrand.
Schritt 4: Änderungen prüfen und finalisieren
Wenn du ein Dokument erhältst, das bereits „Redlines“ enthält, musst du entscheiden, welche Änderungen du dauerhaft übernehmen möchtest.
- Klicke auf eine markierte Änderung im Text.
- Nutze im Reiter Überprüfen die Schaltflächen:
- Annehmen: Die Änderung wird dauerhaft in den Text integriert und die Markierung verschwindet.
- Ablehnen: Die Änderung wird rückgängig gemacht und der Originalzustand wiederhergestellt.
- Mit den Schaltflächen Vorherige und Nächste kannst du schnell von einer Korrektur zur nächsten springen.
Schritt 5: „Blacklining“ – Zwei Dokumente vergleichen
Wenn dir jemand eine neue Version eines Dokuments geschickt hat, ohne die Nachverfolgung zu aktivieren, kannst du Word bitten, die Unterschiede für dich zu finden:
- Gehe zum Reiter Überprüfen.
- Klicke auf Vergleichen und wähle erneut Vergleichen....
- Wähle im linken Feld das Originaldokument und im rechten Feld das revidierte Dokument aus.
- Word erstellt automatisch ein neues Dokument, in dem alle Unterschiede als rote Korrekturen (Redlines) markiert sind.
Wichtige Tipps für die Praxis:
- Datenschutz: Bevor du ein Dokument an Kunden oder externe Partner sendest, vergewissere dich, dass alle Änderungen entweder angenommen oder abgelehnt wurden. Versteckte Markups im „Kein Markup“-Modus sind für den Empfänger sonst weiterhin sichtbar.
- Sperren: Wenn du sicherstellen willst, dass andere die Nachverfolgung nicht einfach ausschalten, klicke auf den kleinen Pfeil unter „Änderungen nachverfolgen“ und wähle Nachverfolgung sperren. Hierfür kannst du ein Passwort festlegen.
- Anonymisierung: Über die Funktion „Informationen“ (Datei-Menü) kannst du persönliche Informationen aus den Kommentaren und Markierungen entfernen, bevor du das Dokument teilst.