Word: Office Open XML oder OpenDocument?

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  1. Was ist Office Open XML?
  2. Was ist OpenDocument?
  3. Vergleich von Office Open XML und OpenDocument
  4. Welche Entscheidung ist sinnvoll?

Bei der Arbeit mit Textverarbeitungsprogrammen wie Microsoft Word stellt sich häufig die Frage, welches Dateiformat sinnvoller ist: Office Open XML (OOXML) oder OpenDocument (ODF). Beide Formate dienen dazu, Dokumente strukturiert und plattformunabhängig zu speichern, unterscheiden sich jedoch in ihrer Herkunft, Verbreitung und Kompatibilität.

Was ist Office Open XML?

Office Open XML ist ein von Microsoft entwickeltes Dateiformat, das seit der Einführung von Microsoft Office 2007 verwendet wird. Es basiert auf XML-Technologie und speichert neben dem eigentlichen Text auch Formatierungen, Bilder, Tabellen und andere Dokumentenelemente. Dateien in diesem Format haben typischerweise die Endungen .docx, .xlsx oder .pptx. OOXML wurde standardisiert und ist mittlerweile als ISO/IEC 29500 anerkannt. Aufgrund der direkten Integration in Microsoft Office ist die Unterstützung und Kompatibilität in diesem Umfeld sehr hoch.

Was ist OpenDocument?

OpenDocument ist ein offenes Standardformat, das von der OASIS-Organisation entwickelt wurde und insbesondere von Open-Source-Programmen wie LibreOffice und OpenOffice verwendet wird. Die Dateiendung für Textdokumente ist in der Regel .odt. Das Ziel von OpenDocument ist es, gemeinsam nutzbare, plattformunabhängige Dokumente zu schaffen, die frei von proprietären Einschränkungen sind. OpenDocument ist ebenfalls ISO-standardisiert (ISO/IEC 26300) und wird von vielen Programmen unterstützt, auch von Microsoft Word, jedoch mit unterschiedlicher Qualität bei der Formatierungstreue.

Vergleich von Office Open XML und OpenDocument

Beide Formate haben ihre Vor- und Nachteile. Office Open XML bietet die beste Kompatibilität innerhalb des Microsoft-Ökosystems, da es direkt von Microsoft entwickelt und optimiert wurde. Dies garantiert in der Regel eine verlustfreie Darstellung und vollständige Unterstützung von Formatierungen, Makros und speziellen Funktionen. Allerdings ist OOXML ein proprietär beeinflusstes Format, auch wenn es standardisiert wurde.

OpenDocument hingegen besticht durch seine Offenheit und Plattformunabhängigkeit. Anwender, die Wert auf freie Software und langfristige Zugänglichkeit legen, bevorzugen oft ODF. Dennoch kann die Darstellung in Microsoft Word bei ODF-Dokumenten manchmal fehlerhaft oder unvollständig sein, insbesondere wenn komplexe Formatierungen vorhanden sind. Zudem bieten manche spezielle Funktionen von Word keine Entsprechung in ODF.

Welche Entscheidung ist sinnvoll?

Die Wahl zwischen Office Open XML und OpenDocument hängt stark vom Einsatzszenario ab. Wer hauptsächlich mit Microsoft Office arbeitet und Dokumente austauscht, sollte Office Open XML bevorzugen, um eine bestmögliche Kompatibilität und Qualität zu gewährleisten. Wer hingegen Wert auf offene Standards, Interoperabilität mit verschiedenen Office-Suiten und langfristige Archivierung legt, für den ist OpenDocument eine attraktive Alternative.

Es kann auch sinnvoll sein, je nach Zweck beide Formate zu unterstützen: Dokumente, die im professionellen Microsoft-Umfeld verwendet werden, im OOXML-Format zu speichern und für Open-Source-Umgebungen ODF zu nutzen. Wichtig ist dabei, auf eine gute Konvertierung und Prüfung der Dokumentinhalte zu achten, um Qualitätsverluste oder Fehlinterpretationen zu vermeiden.

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