Windows Defender Credential Guard lässt die Verwendung von gespeicherten Anmeldeinformationen?

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  1. Was ist Windows Defender Credential Guard?
  2. Wie funktioniert die Speicherung von Anmeldeinformationen?
  3. Lässt Credential Guard die Verwendung von gespeicherten Anmeldeinformationen zu?
  4. Welche Auswirkungen hat Credential Guard auf Kompatibilität und Sicherheit?
  5. Fazit

Was ist Windows Defender Credential Guard?

Windows Defender Credential Guard ist eine Sicherheitsfunktion, die von Microsoft in Windows 10 Enterprise und höher eingeführt wurde. Ziel dieser Technologie ist es, die Anmeldeinformationen der Benutzer vor Diebstahl und Missbrauch zu schützen. Credential Guard nutzt Virtualisierungstechnologien, um sensible Daten wie Kerberos-Tickets, NTLM-Hashes oder andere Anmeldeinformationen in einer isolierten Umgebung zu speichern, die vom Betriebssystem getrennt ist. Dadurch wird verhindert, dass Malware oder Angreifer diese Informationen aus dem Systemspeicher auslesen können.

Wie funktioniert die Speicherung von Anmeldeinformationen?

Üblicherweise speichern Windows-Systeme Anmeldeinformationen, damit Benutzer sich bequem bei verschiedenen Diensten authentifizieren können, ohne ihre Zugangsdaten ständig neu eingeben zu müssen. Diese gespeicherten Anmeldeinformationen werden oft im lokalen Speicher abgelegt, was jedoch ein Sicherheitsrisiko darstellen kann, wenn Angreifer Zugriff auf das System erlangen. Windows Credential Guard verändert diesen Prozess, indem es die sensiblen Informationen in einem geschützten Bereich der Hardware ablegt, der durch Virtualisierung isoliert ist.

Lässt Credential Guard die Verwendung von gespeicherten Anmeldeinformationen zu?

Credential Guard verhindert nicht generell die Verwendung von gespeicherten Anmeldeinformationen, sondern schützt diese vielmehr besser. Das bedeutet, dass Benutzer weiterhin gespeicherte Anmeldeinformationen für die automatische Anmeldung oder Authentifizierung verwenden können. Allerdings sind diese Anmeldeinformationen durch Credential Guard vor dem Zugriff durch nicht autorisierte Prozesse geschützt. Dies kann in einigen Fällen dazu führen, dass bestimmte Anwendungen oder Dienste, die auf direktem Zugriff auf gespeicherte Anmeldeinformationen basieren, nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Beispielsweise können ältere Authentifizierungsmechanismen oder Programme, die mit den traditionellen lokalen Credentials operieren, durch Credential Guard behindert werden.

Welche Auswirkungen hat Credential Guard auf Kompatibilität und Sicherheit?

Die Aktivierung von Credential Guard erhöht die Sicherheit signifikant, indem sie Speicherresidente Angriffe auf Anmeldeinformationen erschwert. Gleichzeitig kann es bei älteren Anwendungen oder in komplexen Netzwerkumgebungen zu Kompatibilitätsproblemen kommen, da diese Anwendungen möglicherweise nicht mit den virtualisierten Anmeldeinformationen umgehen können. IT-Administratoren sollten daher vor der Aktivierung von Credential Guard prüfen, ob alle eingesetzten Anwendungen kompatibel sind und ob eventuell alternative Authentifizierungsverfahren eingerichtet werden müssen.

Fazit

Windows Defender Credential Guard erlaubt die Verwendung von gespeicherten Anmeldeinformationen grundsätzlich weiterhin, stellt diese jedoch in einer viel sichereren, virtualisierten Umgebung bereit. Durch diese Technologie wird das Risiko von Credential Theft Angriffen stark reduziert. Die mögliche Einschränkung liegt im Bereich der Kompatibilität mit älteren Anwendungen oder Authentifizierungsprozessen, die nicht für den Umgang mit virtualisierten Anmeldeinformationen ausgelegt sind. Insgesamt bietet Credential Guard somit eine wichtige Sicherheitsverbesserung bei minimalen Einschränkungen für den Benutzer.

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