Wie verhindere ich, dass RustDesk bei inaktiver Sitzung getrennt wird?
- Verständnis der Verbindungsunterbrechung bei Inaktivität
- Konfiguration der Keep-Alive-Mechanismen
- Anpassung der Timeout-Einstellungen
- Systemseitige Einstellungen und Energieoptionen
- Alternative Ansätze bei persistenter Verbindung
- Zusammenfassung
Verständnis der Verbindungsunterbrechung bei Inaktivität
RustDesk ist eine Fernzugriffssoftware, die standardmäßig darauf ausgelegt ist, Verbindungen zu trennen, wenn eine Sitzung für eine gewisse Zeit nicht aktiv genutzt wird. Dies dient primär dem Schutz der Ressourcen des Servers sowie der Sicherheit, indem ungenutzte Zugänge nicht unnötig offenbleiben. Die genaue Dauer, bis eine Sitzung getrennt wird, kann je nach Einstellungen oder verwendeter RustDesk-Version unterschiedlich sein und hängt auch von Netzwerkbedingungen und eventuell eingerichteten Timeouts ab.
Konfiguration der Keep-Alive-Mechanismen
Um zu verhindern, dass RustDesk bei Inaktivität die Verbindung automatisch beendet, sollte man sogenannte Keep-Alive-Mechanismen aktivieren oder konfigurieren. Diese Mechanismen senden in regelmäßigen Abständen kleine Datenpakete aus, die den Server beziehungsweise die Verbindung darüber "informieren", dass der Client noch aktiv ist, auch wenn keine aktive Bedienung durch den Nutzer stattfindet. In RustDesk selbst kann dies beispielsweise über Parameter in der Konfigurationsdatei, Startparameter oder in den Einstellungen der Software realisiert werden.
Anpassung der Timeout-Einstellungen
RustDesk bietet Möglichkeiten, die Timeout-Zeiten zum Abbruch einer inaktiven Sitzung zu verlängern. Hierzu muss man entweder die Einstellungen im Client oder in RustDesk-Serverkomponenten wie dem RustDesk-Relay- oder RustDesk-ID-Server anpassen. In einigen Fällen werden Timeouts als Hardlimits gesetzt, sodass eine Verlängerung nur durch Anpassung des Quellcodes oder Nutzung eines eigenen Servers möglich ist. Für Endanwender ist es ratsam, zunächst die aktuell eingestellten Timeout-Werte zu prüfen und diese bei Bedarf zu erhöhen, sofern die Software dies unterstützt.
Systemseitige Einstellungen und Energieoptionen
Neben den RustDesk-spezifischen Einstellungen kann auch das Betriebssystem eine Rolle spielen. Wenn das System, auf dem RustDesk ausgeführt wird, in einen Energiesparmodus oder Ruhezustand fährt, kann dies die Verbindung abbrechen. Um dies zu verhindern, sollten die Energiespareinstellungen sowohl am Client als auch am Host-rechner so konfiguriert werden, dass das System nicht automatisch in den Standby-Modus wechselt oder Netzwerkschnittstellen im Energiesparmodus ausgeschaltet werden.
Alternative Ansätze bei persistenter Verbindung
Falls alle oben genannten Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, gibt es weitere Lösungsansätze, um die Verbindung aufrechtzuerhalten. Dazu gehört beispielsweise der Einsatz von Skripten oder Tools, die periodisch eine Aktion auf dem Host-System ausführen und so eine Aktivität simulieren. Dadurch interpretiert RustDesk die Sitzung als aktiv. Darüber hinaus können Nutzer prüfen, ob eine neuere Version von RustDesk diese Problematik besser behandelt oder ob spezielle Plugins bzw. zusätzliche Softwaremodule verfügbar sind, die das Sitzungsverhalten steuern.
Zusammenfassung
Um zu verhindern, dass RustDesk Sitzungen bei Inaktivität trennt, sollte man sich zunächst auf die Keep-Alive-Funktionalität und Timeout-Einstellungen konzentrieren. Zusätzlich sind energiebezogene Systemeinstellungen auf Client und Host von Bedeutung. Falls die Standardkonfiguration keine zufriedenstellende Lösung bietet, können zusätzliche Maßnahmen oder Anpassungen auf Serverebene notwendig sein. Somit lässt sich die Verbindung auch bei längerer Inaktivität stabil halten und eine unterbrechungsfreie Fernsteuerung gewährleisten.
