Wie verhindere ich, dass Microsoft Office automatisch Updates installiert?
- Einleitung
- Deaktivieren der automatischen Updates über die Office-Anwendung
- Deaktivieren der Updates über die Grundeinstellungen von Windows
- Verwendung der Gruppenrichtlinien (für erweiterte Nutzer)
- Wichtige Hinweise und Risiken
- Zusammenfassung
Einleitung
Microsoft Office aktualisiert sich standardmäßig automatisch, um Sicherheitslücken zu schließen, neue Funktionen hinzuzufügen und die Stabilität zu verbessern. Es gibt jedoch Situationen, in denen Nutzer diese automatischen Updates deaktivieren möchten, zum Beispiel um ungewollte Unterbrechungen zu vermeiden oder um Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten Versionen zu verhindern. Im Folgenden wird ausführlich erklärt, wie man automatische Updates bei Microsoft Office unter Windows deaktiviert.
Deaktivieren der automatischen Updates über die Office-Anwendung
Microsoft Office bietet eine eingebaute Funktion, mit der automatische Updates direkt innerhalb einer der Office-Anwendungen wie Word, Excel oder PowerPoint deaktiviert werden können. Öffnen Sie zunächst eine beliebige Office-Anwendung und klicken Sie oben links auf den Menüpunkt Datei. Wählen Sie dort Konto oder Office-Konto aus. Im Bereich Produktinformationen finden Sie einen Abschnitt namens Updateoptionen. Klicken Sie auf diesen Button, so öffnet sich ein Dropdown-Menü. Dort gibt es die Möglichkeit, die Updates zu deaktivieren, indem Sie Updates deaktivieren auswählen. Nach der Bestätigung ist die automatische Aktualisierung von Office vorerst gestoppt.
Deaktivieren der Updates über die Grundeinstellungen von Windows
In manchen Fällen reichen die Einstellungen innerhalb von Office nicht aus, da Updates auch über Windows Update laufen können, besonders bei Office-Versionen, die über das Microsoft Store installiert wurden. Um Windows Update zu kontrollieren, öffnen Sie die Windows-Einstellungen und navigieren Sie zu Update und Sicherheit. Dort können Sie unter Windows Update die Updateeinstellungen anpassen. Es ist möglich, Updates vorübergehend auszusetzen oder eine Verbindung als getaktete Verbindung einzurichten, wodurch automatische Downloads eingeschränkt werden. Diese Methode wirkt sich zwar weniger direkt auf Office-Updates aus, kann aber indirekt den Updateprozess verzögern.
Verwendung der Gruppenrichtlinien (für erweiterte Nutzer)
Bei professionellen Windows-Versionen wie Windows 10 oder 11 Pro, Enterprise und Education kann die Deaktivierung automatischer Office-Updates auch über die Gruppenrichtlinien erfolgen. Öffnen Sie den Gruppenrichtlinien-Editor mit dem Befehl gpedit.msc. Navigieren Sie anschließend zu Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Microsoft Office 2016 (oder Ihre Office-Version) > Updates. Dort finden Sie Richtlinien, mit denen Sie Updates deaktivieren oder zentral steuern können. Diese Methode ist besonders in Unternehmensumgebungen gebräuchlich, erfordert jedoch administratives Wissen und Vorsicht.
Wichtige Hinweise und Risiken
Das Deaktivieren automatischer Updates kann zwar kurzfristig bei der Kontrolle über das System helfen, birgt jedoch auch Risiken. Sicherheitsupdates verhindern beispielsweise, dass Schadsoftware bekannte Schwachstellen ausnutzt. Ebenso können fehlende Funktions- bzw. Fehlerbehebungs-Updates dazu führen, dass Office-Anwendungen instabil oder fehlerhaft arbeiten. Deshalb empfiehlt es sich, Updates nicht dauerhaft zu deaktivieren, sondern nur temporär beispielsweise vor wichtigen Präsentationen oder bei spezieller Softwarekompatibilität.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die einfachste Methode zur Deaktivierung automatischer Office-Updates die Nutzung der Updateoptionen im Office-Konto ist. Für weitergehende Kontrolle können Windows-Einstellungen und Gruppenrichtlinien verwendet werden. Dabei sollten mögliche Risiken und Sicherheitsaspekte stets berücksichtigt werden.
