Wie überprüfe ich die Codecs und Metadaten einer Videodatei mit FFmpeg?
- Einleitung
- Codecs und Metadaten mit dem Befehl ffprobe anzeigen
- Beispielausgabe und deren Bedeutung
- Alternative Darstellung in einem lesbaren Format
- Fazit
Einleitung
FFmpeg ist ein mächtiges Kommandozeilen-Tool zur Verarbeitung und Analyse von Video- und Audiodateien. Wenn Sie herausfinden möchten, welche Codecs in einer Videodatei verwendet werden und welche Metadaten darin enthalten sind, bietet FFmpeg dafür effiziente Möglichkeiten. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie diese Informationen bequem abrufen können.
Codecs und Metadaten mit dem Befehl ffprobe anzeigen
FFmpeg stellt neben dem eigentlichen Encoder/Decoder-Befehl ffmpeg auch das Werkzeug ffprobe zur Verfügung, das speziell für die Analyse von Mediendateien entwickelt wurde. Mit ffprobe können Sie detaillierte Informationen zu Streams, Codecs und Metadaten abrufen.
Um eine Videodatei namens video.mp4 auf ihre enthaltenen Codecs und Metadaten zu prüfen, verwenden Sie den folgenden Befehl:
ffprobe -v error -show_format -show_streams video.mp4Hierbei sorgt die Option -v error dafür, dass nur Fehlermeldungen ausgegeben werden und keine unnötigen Logeinträge. Mit -show_format werden allgemeine Informationen und Metadaten zur Datei ausgegeben, wie Dateiformat, Dauer, Größe und enthaltene Metadatenfelder. Die Option -show_streams gibt detaillierte Informationen über jeden einzelnen Stream in der Datei aus – also Video- und Audiostreams inklusive der verwendeten Codecs und Codecparameter.
Beispielausgabe und deren Bedeutung
Die Ausgabe von ffprobe enthält meist mehrere Blöcke. Im Abschnitt sehen Sie die technischen Details zu den Video- und Audiospuren. Dort finden Sie unter anderem die Einträge codec_name (z.B. h264, aac), codec_type (video, audio) und weitere Eigenschaften wie Auflösung, Bildrate, Kanäle oder Bitrate.
Im Abschnitt werden Informationen zum Containerformat, zur Dateigröße, Gesamtdauer sowie eingebettete Metadaten (z.B. Titel, Künstler, Encoder) angezeigt. Diese Metadaten sind oft von Bedeutung für die Verwaltung oder das Tagging von Mediendateien.
Alternative Darstellung in einem lesbaren Format
Wenn Sie die Ausgabe lieber in einem übersichtlichen, von Menschen leichter lesbaren Format sehen möchten, können Sie die Option -print_format verwenden. Zum Beispiel:
ffprobe -v error -show_format -show_streams -print_format json video.mp4Dadurch wird die Ausgabe im JSON-Format geliefert, das sich gut zur automatisierten Weiterverarbeitung eignet oder mit entsprechenden Tools formatiert werden kann.
Fazit
Mit ffprobe, dem begleitenden Tool von FFmpeg, lassen sich schnell und zuverlässig alle wichtigen Informationen zu den in einer Videodatei genutzten Codecs und Metadaten anzeigen. Dies hilft nicht nur bei der Analyse und Fehlersuche, sondern auch bei der Vorbereitung zur Konvertierung oder Archivierung von Mediendateien.
