Wie scannt WinDirStat versteckte oder Systemdateien?

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  1. Grundlagen des Scannens in WinDirStat
  2. Der Umgang mit versteckten und Systemdateien
  3. Technische Details zu API-Aufrufen
  4. Einfluss von Zugriffsrechten und Sicherheitsaspekten
  5. Fazit

Grundlagen des Scannens in WinDirStat

WinDirStat ist ein beliebtes Windows-Tool zur Analyse der Speicherbelegung von Festplatten. Seine Funktion besteht darin, den Inhalt von Verzeichnissen und Laufwerken zu durchsuchen und die Dateien und Ordner grafisch darzustellen. Dabei greift WinDirStat direkt auf das Dateisystem zu, um die vorhandenen Dateien und Ordner einzulesen.

Wenn es um versteckte oder Systemdateien geht, greift WinDirStat grundsätzlich auf die gleichen Mechanismen zu wie für "normale" Dateien: Die Software nutzt Windows-API-Aufrufe, um Informationen zu allen Dateien und Ordnern auszulesen, unabhängig von ihren Attributen.

Der Umgang mit versteckten und Systemdateien

In Windows sind Dateien und Ordner durch spezielle Attribute gekennzeichnet, etwa "Versteckt" (hidden) oder "System". Normalerweise blendet der Windows Explorer solche Dateien aus, um den Anwender nicht mit Systeminformationen zu überfrachten. WinDirStat hingegen ist ein Werkzeug für tiefgehende Speicheranalysen, weshalb es standardmäßig diese Einschränkung nicht anwendet.

Beim Scanvorgang listet WinDirStat also auch versteckte und Systemdateien mit auf, sofern diese vorhanden sind. Die Software liest die Verzeichnisstruktur rekursiv aus und fragt dabei sämtliche Einträge im Dateisystem ab – unabhängig von deren versteckten oder systembedingten Attributen.

Technische Details zu API-Aufrufen

Konkret verwendet WinDirStat Windows-API-Funktionen wie FindFirstFile, FindNextFile oder modernere Funktionen zum Zugriff auf Verzeichnisse. Diese APIs liefern Informationen zu allen Dateien im Verzeichnis, solange der Benutzer die passenden Zugriffsrechte besitzt.

Versteckte und Systemdateien werden dabei nicht ausgefiltert, da die API diese Informationen als Dateiattribute mitliefert, die WinDirStat auswertet und anzeigt. Die Erkennung der Attribute erfolgt über die dwFileAttributes-Eigenschaft der WIN32_FIND_DATA Struktur. WinDirStat nutzt diese Informationen, um Dateien gegebenenfalls farblich oder durch andere Markierungen im Interface hervorzuheben.

Einfluss von Zugriffsrechten und Sicherheitsaspekten

Ein entscheidender Faktor bei der Sichtbarkeit von versteckten oder Systemdateien ist hingegen die Zugriffsberechtigung, unter der WinDirStat ausgeführt wird. Werden bestimmte Systemordner oder Dateien vom Betriebssystem geschützt, so kann WinDirStat diese nur dann erfassen, wenn es mit den entsprechenden Benutzerrechten (oft als Administrator) ausgeführt wird.

Somit ist es möglich, dass versteckte oder Systemdateien, die durch Sicherheitseinstellungen geschützt sind, nur sichtbar werden, wenn der Nutzer die Anwendung mit erhöhten Rechten startet.

Fazit

WinDirStat scannt versteckte und Systemdateien aktiv mit, indem es alle Dateien und Ordner aus dem Dateisystem ohne Filterung der Attribute ausliest. Die Darstellung dieser Dateien erfolgt dann entsprechend der erkannten Attribute im Interface. Einschränkungen entstehen lediglich, wenn die Zugriffsrechte des Anwenders nicht ausreichen, um bestimmte gespeicherte Daten zu lesen.

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