Wie kann man Windows Defender Credential Guard deaktivieren, um RDP-Verbindungen zu ermöglichen?

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  1. Warum kann Credential Guard RDP-Verbindungen beeinflussen?
  2. Wie deaktiviert man Windows Defender Credential Guard?
  3. Konkrete Schritte zum Deaktivieren von Credential Guard für bessere RDP-Unterstützung
  4. Wichtige Hinweise und Sicherheitsüberlegungen

Windows Defender Credential Guard ist eine Sicherheitsfunktion von Windows 10 und höher, die darauf abzielt, Anmeldeinformationen vor Diebstahl zu schützen, indem sensible Daten in einer virtualisierten Umgebung isoliert werden. Obwohl dies die Sicherheit deutlich erhöht, kann Credential Guard in einigen Szenarien Probleme verursachen, insbesondere bei der Verwendung von Remote Desktop Protocol (RDP)-Verbindungen. In manchen Fällen verhindert Credential Guard den Zugriff oder die Authentifizierung über RDP, weshalb es notwendig sein kann, diese Funktion zu deaktivieren.

Warum kann Credential Guard RDP-Verbindungen beeinflussen?

Credential Guard blockiert bestimmte Arten der Anmeldeinformationsweitergabe, die von RDP-Verbindungen genutzt werden. Insbesondere kann die Unterstützung für NTLM-Authentifizierung oder die Übertragung von Anmeldeinformationen in älteren oder weniger sicheren Varianten eingeschränkt sein. Dies führt dazu, dass RDP-Sitzungen entweder nicht zustande kommen oder sich Benutzer nicht wie erwartet anmelden können. Besonders in Unternehmensumgebungen, wo ältere Systeme oder spezielle Konfigurationen im Einsatz sind, wird dadurch die Remoteverbindung erschwert.

Wie deaktiviert man Windows Defender Credential Guard?

Das Deaktivieren von Credential Guard kann über unterschiedliche Methoden erfolgen. Eine der gebräuchlichsten Methoden ist das Anpassen der Gruppenrichtlinien oder das Bearbeiten von Registrierungseinträgen. Wichtig ist, dass diese Änderungen mit administrativen Rechten durchgeführt werden und ein Neustart erforderlich ist, damit die Einstellungen wirksam werden. Im Allgemeinen schaltet man die via Virtualization-Based Security (VBS) implementierte Schutzfunktion aus, indem man entsprechende Richtlinien deaktiviert oder das Credential-Guard-Feature entfernt.

Konkrete Schritte zum Deaktivieren von Credential Guard für bessere RDP-Unterstützung

Um Credential Guard abzuschalten, öffnet man zunächst die Editor für lokale Gruppenrichtlinien (gpedit.msc). Unter Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > System > Device Guard findet sich die Einstellung zur Verwaltung von Credential Guard. Hier deaktiviert man alle Einstellungen, die Credential Guard aktivieren, insbesondere die Option zur Aktivierung der Virtualization-Based Security. Alternativ kann man über die Registrierung unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\DeviceGuard die Werte anpassen, um Credential Guard auszuschalten: Der Schlüssel EnableVirtualizationBasedSecurity wird dabei auf 0 gesetzt. Nach den Änderungen ist ein Neustart des Systems notwendig, damit Credential Guard nicht mehr aktiv ist und RDP-Verbindungen ohne Einschränkungen möglich sind.

Wichtige Hinweise und Sicherheitsüberlegungen

Das Deaktivieren von Credential Guard sollte nur dann erfolgen, wenn es für die Funktionalität von RDP-Verbindungen zwingend notwendig ist und keine alternativen Lösungen zur Verfügung stehen. Credential Guard schützt wichtige Anmeldeinformationen und bietet eine zusätzliche Sicherheitsschicht gegen Angriffe wie Pass-the-Hash oder Credential Theft. Durch das Abschalten gehen diese Schutzmechanismen verloren, weshalb man genau abwägen sollte, ob man diesen Schritt geht. Wenn möglich, sollte man auch Alternativen in Betracht ziehen, wie etwa die Verwendung von Always On VPN oder die Konfiguration sicherer Authentifizierungsmechanismen, die mit Credential Guard kompatibel sind.

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