Wie kann man in Adobe Illustrator Grafiken vektorisieren?

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  1. Was bedeutet Vektorisieren in Adobe Illustrator?
  2. Vorbereitung der Grafik für das Vektorisieren
  3. Verwendung des Bildnachzeichners in Adobe Illustrator
  4. Anpassen der Nachzeichner-Einstellungen für optimale Ergebnisse
  5. Nachbearbeitung der vektorisierten Grafik
  6. Speichern und Verwendung der vektorisierten Grafik
  7. Fazit

Das Vektorisieren von Grafiken in Adobe Illustrator ist ein wichtiger Prozess, um pixelbasierte Bilder wie Rastergrafiken in skalierbare Vektorformen umzuwandeln. Dies ermöglicht eine verlustfreie Anpassung der Größe und eine präzisere Bearbeitung der Grafik. Im Folgenden wird ausführlich erklärt, wie man in Adobe Illustrator eine Grafik vektorisiert und welche Schritte dabei zu beachten sind.

Was bedeutet Vektorisieren in Adobe Illustrator?

Beim Vektorisieren wird ein Bild, das aus Pixeln besteht, in eine Vektorgrafik umgewandelt. Vektorgrafiken bestehen aus mathematisch definierten Linien, Kurven und Formen, die unabhängig von der Auflösung sind. Dadurch können sie ohne Qualitätsverlust vergrößert oder verkleinert werden. Adobe Illustrator bietet dafür Werkzeuge und Funktionen, die den Umwandlungsprozess automatisieren oder eine manuelle Nachzeichnung ermöglichen.

Vorbereitung der Grafik für das Vektorisieren

Bevor eine Rastergrafik in Illustrator vektorisiert wird, sollte die Grafik in einem geeigneten Format vorliegen, zum Beispiel als JPEG, PNG oder TIFF. Die Bildqualität beeinflusst das Ergebnis der Vektorisierung. Klare Kontraste und eine saubere Linienführung erleichtern den vektoriellen Nachzeichnungsprozess erheblich. Es kann sinnvoll sein, das Bild vorab in einem Bildbearbeitungsprogramm zu optimieren, indem Störungen reduziert und der Kontrast erhöht wird.

Verwendung des Bildnachzeichners in Adobe Illustrator

Der zentrale Bestandteil des Vektorisierens in Illustrator ist der Bildnachzeichner (Image Trace). Dieser kann über das Menü oder die Bedienfeldleiste aktiviert werden, sobald eine Rastergrafik ausgewählt ist. Der Bildnachzeichner analysiert die Pixel des Bildes und wandelt sie in Konturen und Formen um. Illustrator bietet verschiedene Voreinstellungen wie Schwarzweiß-Logo, Hohe Genauigkeit oder Skizze, die das Ergebnis beeinflussen und je nach Ziel unterschiedlich eingesetzt werden können.

Anpassen der Nachzeichner-Einstellungen für optimale Ergebnisse

Die Genauigkeit und der Detailgrad der Vektorisierung lassen sich über verschiedene Parameter steuern. Dazu gehören die Anzahl der Farben bei Farbbildern, die Schwellenwerte für Pfad- und Eckenpräzision sowie die Glättung der Linien. Nach der ersten automatischen Nachzeichnung empfiehlt es sich, die Einstellungen anzupassen, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Details und vereinfachten Formen zu finden. Die Vorschau-Funktion im Nachzeichner-Dialog ermöglicht eine direkte Kontrolle der Änderungen.

Nachbearbeitung der vektorisierten Grafik

Nach dem Vektorisieren sind die entstandenen Pfade bearbeitbar. Durch das Umwandeln des Nachzeichners in Pfade können Einzelteile verändert, vereinfacht oder kombiniert werden. Mit den Zeichenstift- und Ankerpunkt-Werkzeugen lassen sich Formen präziser anpassen. Zudem kann man Farben verändern, abgerundete Kanten hinzufügen oder überflüssige Details entfernen, um die Grafik aufzuwerten und an die gewünschte Verwendung anzupassen.

Speichern und Verwendung der vektorisierten Grafik

Ist die Vektorgrafik fertig bearbeitet, kann sie in Illustrator-Formaten wie AI oder EPS gespeichert werden, die gängige Standards für Vektorgrafiken sind. Alternativ sind exportfähige Formate wie SVG oder PDF möglich, die sich auch für Web- und Druckanwendungen eignen. Die Vektorgrafik kann nun ohne Qualitätsverluste skaliert, gedruckt oder weiterbearbeitet werden.

Fazit

Das Vektorisieren von Grafiken in Adobe Illustrator ist ein essenzieller Schritt, um pixelbasierte Bilder in flexible und skalierbare Vektorgrafiken zu verwandeln. Mit dem Bildnachzeichner und weiteren Werkzeugen bietet Illustrator eine leistungsstarke Umgebung, die den Nachzeichnungsprozess für unterschiedliche Anforderungen anpassen und optimieren lässt. Wer die Einstellungen gezielt einsetzt und die Nachzeichnung nachbearbeitet, erzielt professionelle und saubere Ergebnisse für verschiedenste Anwendungsbereiche.

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