Wie kann man eine VM in Gnome Boxes exportieren?
- Einleitung zu Gnome Boxes
- Was bedeutet "Exportieren" einer VM in Gnome Boxes?
- Direkte Exportfunktion in Gnome Boxes
- Wie kann eine VM aus Gnome Boxes exportiert werden?
- Alternative Methode: Verwendung von Virt-Manager oder Kommandozeile
- Fazit
Einleitung zu Gnome Boxes
Gnome Boxes ist eine benutzerfreundliche Virtualisierungssoftware für Linux, die es ermöglicht, virtuelle Maschinen (VMs) einfach zu erstellen und zu verwalten. Besonders für Nutzer, die eine einfache Lösung ohne komplexe Einstellungen suchen, bietet Gnome Boxes eine intuitive Oberfläche. Ein häufiges Anliegen ist dabei, wie man eine erstellte VM sichern oder auf einen anderen Computer übertragen kann – also das Exportieren der VM.
Was bedeutet "Exportieren" einer VM in Gnome Boxes?
Unter dem Exportieren einer VM versteht man das Speichern der virtuellen Maschine, inklusive aller Konfigurationen und des Gastbetriebssystems, in einer Datei, die später importiert oder auf einem anderen System wiederhergestellt werden kann. Dies ist besonders nützlich für Backups, Migrationen oder das Teilen von VMs mit anderen Benutzern.
Direkte Exportfunktion in Gnome Boxes
Im Gegensatz zu manchen anderen Virtualisierungsprogrammen besitzt Gnome Boxes keine explizite "Export"-Schaltfläche, um eine VM als einzelne Datei zu speichern. Stattdessen arbeitet Gnome Boxes mit Libvirt im Hintergrund, und die VMs werden im Verzeichnis des Benutzers abgelegt. Um eine VM zu sichern oder zu übertragen, muss man daher auf den Speicherort und die zugrundeliegenden Dateien zugreifen.
Wie kann eine VM aus Gnome Boxes exportiert werden?
Um eine VM aus Gnome Boxes zu exportieren, kann man die folgenden allgemeinen Schritte befolgen: Zunächst muss man das Verzeichnis finden, in dem Boxen die VM-Dateien speichert. Meist liegen die Festplattendateien (*.qcow2) unter ~/.local/share/gnome-boxes/images/ oder ein ähnlicher Pfad. Die Konfiguration der VM wird von Libvirt verwaltet und kann über die Kommandozeile exportiert werden.
Ein praktikabler Weg, um eine VM zu sichern, ist das Kopieren der Festplattendatei samt der zugehörigen XML-Konfigurationsdatei, die man mit dem Befehl virsh dumpxml erstellen kann. Diese XML-Datei enthält alle wichtigen Informationen zur VM-Einrichtung. Damit hat man ein komplettes Abbild der virtuellen Maschine, das auf einem anderen Rechner mit Libvirt und Gnome Boxes wiederhergestellt werden kann.
Alternative Methode: Verwendung von Virt-Manager oder Kommandozeile
Wenn man eine umfassendere Verwaltung der VM bevorzugt, kann auch das Programm virt-manager genutzt werden. Dieses Tool erlaubt es, VMs direkt zu exportieren und zu importieren. Über die Kommandozeile mit virsh kann man die VM auch als Datei exportieren. Beispielsweise lässt sich mit virsh dumpxml eine XML-Datei erstellen und mit dem Kopieren der Disk-Image Datei eine VM exportieren.
Fazit
Gnome Boxes bietet keine native Exportfunktion für virtuelle Maschinen, dennoch ist das Exportieren möglich, indem man die Image-Dateien und die Konfigurationsdaten manuell sichert. Für Anwender, die regelmäßig VMs exportieren oder migrieren möchten, empfiehlt sich die Nutzung von erweiterten Tools wie Virt-Manager oder der direkten Libvirt-Verwaltung über die Kommandozeile. Auf diese Weise lässt sich eine VM aus Gnome Boxes zuverlässig exportieren und auf anderen Systemen nutzen.
