Wie kann man bei VMware Workstation Player BIOS Einstellungen vornehmen?

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  1. Einleitung: BIOS Einstellungen in virtuellen Maschinen
  2. Zugriff auf das BIOS der virtuellen Maschine in VMware Workstation Player
  3. BIOS-Einstellungen anpassen durch VMX-Datei
  4. Praktische Nutzung der BIOS Einstellungen in VMware Workstation Player
  5. Fazit

Einleitung: BIOS Einstellungen in virtuellen Maschinen

Bei der Nutzung von VMware Workstation Player ist es manchmal notwendig, auf die BIOS-Einstellungen der virtuellen Maschine zuzugreifen, um bestimmte Hardware-Parameter, Boot-Reihenfolgen oder andere grundlegende Systemeinstellungen zu verändern. Da es sich bei VMware Workstation Player um eine Virtualisierungssoftware handelt, die virtuelle Maschinen (VMs) auf einem Host-System erstellt und ausführt, unterscheidet sich der Zugriff auf BIOS-Einstellungen etwas von physischen Computern.

Zugriff auf das BIOS der virtuellen Maschine in VMware Workstation Player

Um die BIOS-Einstellungen einer virtuellen Maschine in VMware Workstation Player zu öffnen, muss beim Start der VM das BIOS-Setup gestartet werden. Dies erfolgt in der Regel durch das Drücken einer bestimmten Taste, wie etwa "F2", "Esc" oder "Del", sobald die VM gestartet wird. Da virtuelle Maschinen jedoch recht schnell booten, ist das Zeitfenster für das Drücken dieser Tasten oft sehr kurz und erfordert schnelles Handeln.

Eine alternative Methode besteht darin, im Einstellungsmenü der virtuellen Maschine einen Parameter zu setzen, um sicherzustellen, dass das BIOS beim nächsten Start automatisch geladen wird. Dabei wird in der VMX-Konfigurationsdatei der virtuelle Maschine eine Zeile hinzugefügt oder geändert, die den Start im BIOS-Modus erzwingt.

BIOS-Einstellungen anpassen durch VMX-Datei

Wenn der direkte Zugriff beim Boot zu schwierig ist, kann man die VMX-Datei der virtuellen Maschine bearbeiten. Diese Datei enthält die Konfiguration der VM, und bestimmte Parameter steuern das Verhalten des BIOS beim Start. Beispielsweise kann durch das Hinzufügen der Zeile bios.bootDelay = "5000" bewirkt werden, dass die virtuelle Maschine beim Start eine Pause von 5000 Millisekunden (5 Sekunden) einlegt, in der der Zugriff auf das BIOS mit der "F2"-Taste möglich ist.

Dieser verlängerte Boot-Pausenzeitraum hilft dabei, den richtigen Zeitpunkt für das Betreten des BIOS-Setups nicht zu verpassen. Die VMX-Datei ist eine Textdatei und kann mit jedem einfachen Texteditor geöffnet und bearbeitet werden. Es ist jedoch ratsam, vor Änderungen eine Sicherung der VMX-Datei zu erstellen, um im Falle von Fehlern die ursprüngliche Konfiguration wiederherstellen zu können.

Praktische Nutzung der BIOS Einstellungen in VMware Workstation Player

Die BIOS-Einstellungen einer virtuellen Maschine erlauben es beispielsweise, die Boot-Reihenfolge zu ändern, um von einer bestimmten ISO-Datei oder anderen virtuellen Laufwerken zu starten. Ebenso können bestimmte Hardware-Parameter beeinflusst werden, was vor allem bei speziellen Anforderungen oder Fehlerbehebungen hilfreich sein kann.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass VMware Workstation Player nicht alle BIOS-Einstellungen einer physischen Maschine vollständig simuliert. Bestimmte tiefgreifende Hardwareanpassungen sind dadurch möglicherweise nicht möglich oder funktionieren anders als auf echter Hardware.

Fazit

Das Vornehmen von BIOS-Einstellungen bei VMware Workstation Player erfolgt primär über den Zugriff auf das BIOS während des VM-Starts oder durch Anpassungen in der VMX-Konfigurationsdatei. Mithilfe einer Boot-Verzögerung lässt sich die Zeitspanne zum Drücken der BIOS-Taste verlängern, was den Zugriff erheblich erleichtert. Auf diese Weise können virtuelle Maschinen gezielt konfiguriert und bestimmte Startoptionen sowie Hardwareeinstellungen angepasst werden, um den Anforderungen verschiedener Betriebssysteme oder Softwareumgebungen gerecht zu werden.

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