Wie kann ich Ubuntu One in der Kommandozeile bedienen?

Melden
  1. Einleitung
  2. Voraussetzungen und Installation
  3. Anmeldung und Authentifizierung
  4. Dateien hochladen und synchronisieren
  5. Verwaltung der Synchronisation
  6. Dateien verwalten und teilen
  7. Wichtiger Hinweis
  8. Fazit

Einleitung

Ubuntu One war ein Cloud-Speicherdienst von Canonical, der es Benutzern ermöglichte, Dateien zu synchronisieren und über die Cloud zu verwalten. Die Web- und Desktop-Oberfläche boten einfache Möglichkeiten, Dateien zu speichern, zu synchronisieren und zu teilen. Für die Kommandozeile existierten Werkzeuge, die das Verwalten und Synchronisieren von Dateien ebenfalls ermöglichten. Allerdings wurde Ubuntu One als Cloud-Speicher-Dienst 2014 eingestellt. Dennoch ist es sinnvoll, den typischen Ablauf und die Nutzungsmöglichkeiten an der Kommandozeile zu verstehen, wie sie damals verfügbar waren.

Voraussetzungen und Installation

Um Ubuntu One über die Kommandozeile zu bedienen, musste zunächst das entsprechende Client-Programm installiert werden. Dies war typischerweise das Paket ubuntuone-client. Die Installation erfolgte über den Paketmanager apt mitsudo apt-get install ubuntuone-client oder vergleichbar. Dieses Programm ermöglichte die Anmeldung, das Hochladen, Synchronisieren und Verwalten von Dateien direkt aus dem Terminal.

Anmeldung und Authentifizierung

Nach der Installation musste man sich mit seinem Ubuntu-One-Benutzerkonto anmelden. Dies geschah über den Befehl ubuntuone-login. Dabei wurden die Zugangsdaten eingegeben beziehungsweise ein Browserfenster zur OAuth-Authentifizierung geöffnet. Ist die Authentifizierung erfolgreich, speicherte der Client das Token für zukünftige Zugriffe.

Dateien hochladen und synchronisieren

Im Gegensatz zu modernen Cloud-Diensten basierte Ubuntu One auf einer Synchronisierung eines lokalen Verzeichnisses mit dem Cloud-Speicher. Standardmäßig war das Verzeichnis ~/Ubuntu One/ mit dem Online-Speicher synchronisiert. Dateien, die in dieses Verzeichnis kopiert oder verschoben wurden, wurden automatisch über den Client synchronisiert und in die Cloud übertragen.

Über die Kommandozeile konnte man somit einfach Dateien mit Standard-Werkzeugen wie cp, mv oder rsync in das Ubuntu-One-Verzeichnis legen und diese wurden dann automatisch hochgeladen. Ebenso funktionierte das Entfernen von Dateien aus diesem Verzeichnis, um sie aus der Cloud zu löschen bzw. zu synchronisieren.

Verwaltung der Synchronisation

Es gab außerdem Kommandos wie ubuntuone-syncdaemon, welches den Synchronisationsprozess startete oder stoppte. Mit ubuntuone-client konnten Statusinformationen abgefragt werden, beispielsweise über den Synchronisationsstatus, die angemeldeten Konten und die Verbindung zum Ubuntu One-Dienst.

Beispielhafte Kommandos waren:

ubuntuone-client --status zeigt den aktuellen Status der Synchronisation an.

ubuntuone-syncdaemon --help gibt Informationen über die verfügbaren Optionen des Sync-Daemons.

Dateien verwalten und teilen

Das explizite Hochladen einzelner Dateien über die Kommandozeile direkt in die Cloud ohne Nutzung des synchronisierten Ordners wurde nicht offiziell über die Standardwerkzeuge unterstützt. Jedoch existierten zusätzliche Schnittstellen über APIs, die mit Skripten angesprochen werden konnten, um beispielsweise Dateien zu teilen oder öffentliche Links zu erzeugen.

Für einen typischen Nutzer war das Verschieben der Dateien in das Ubuntu-One-Verzeichnis und die automatische Synchronisation der Schlüssel zur Bedienung.

Wichtiger Hinweis

Ubuntu One als Cloud-Speicher-Dienst wurde 2014 eingestellt, weshalb die beschriebenen Werkzeuge und die Infrastruktur nicht mehr funktionieren. Es gibt jedoch Open-Source-Projekte und alternative Lösungen, die ähnliche Funktionen bieten, beispielsweise Syncthing, Nextcloud oder Dropbox CLI. Wenn Sie nach einer modernen Kommandozeilen-Lösung suchen, sind diese Dienste empfehlenswerter.

Fazit

Zusammenfassend wurde Ubuntu One hauptsächlich über ein synchronisiertes Verzeichnis bedient, das lokal lag und über den Client automatisch mit der Cloud abgeglichen wurde. Die eigentliche Bedienung bestand darin, Dateien in dieses Verzeichnis zu legen oder zu entfernen, während der Sync-Daemon die Kommunikation übernahm. An der Kommandozeile standen Befehle zur Anmeldung, Statusabfrage und Kontrolle des Sync-Dienstes zur Verfügung, jedoch kein dedizierter Upload-Befehl für einzelne Dateien.

0

Kommentare